Mobile Szene Köln - Clusterhaus

Neue Orte des Arbeitens in Köln

Neue Immobilienkonzepte: Clusterhaus, Solutionspace und Startplatz sind Beispiele für neue Formen des Arbeitens in Köln.

  • Startups können sich zu günstigen Preisen und mit flexiblen Verträgen im Clusterhaus einmieten.

  • Als größten Vorteil der Co-Working-Umgebungen sieht Marko Tosic, TheAppGuys, dass Startups das komplette Thema „Büro“ abgenommen wird.

Mitten im Friesenviertel verbreitet das Clusterhaus auf 6.000 Quadratmetern und acht Etagen als ehemaliges Gebäude der Versicherung Gerling dank dunklem Marmor und Holzvertäfelung nach wie vor den Charme des rheinischen Kapitalismus. Doch seit Sommer 2012 wird hier gekickert, es gibt sogar eine Tischtennisplatte. Die Zielgruppe ist also klar: Startups können sich zu günstigen Preisen und mit flexiblen Verträgen einmieten und sich mit anderen Jungunternehmern austauschen. Mit initiiert hat das Projekt der Online-Stammtisch Köln (koeln.online-stammtisch.com). Hinter dem Clusterhaus steht die Wiener Immofinanz Group, der das Gebäude gehört.

Clusterhaus, Solutionspace und Startplatz


Das Unternehmen „TheAppGuys“ wurde ursprünglich im inzwischen insolventen Co-Working-Space Betahaus gegründet. „Als klar war, dass wir uns neue Räumlichkeiten suchen mussten, haben wir uns einige Möglichkeiten angeschaut und uns schlussendlich für das Clusterhaus entschieden. Entscheidend war für uns neben den Räumlichkeiten die sofortige Verfügbarkeit, denn wir hatten nicht sehr viel Zeit für die Suche, die zentrale Lage und vor allem die Möglichkeit, flexibel und kurzfristig weitere Räume anmieten zu können, da wir gerade stark wachsen“, erklärt Geschäftsführer Marko Tosic die Entscheidung seines Unternehmens. „Als harte Faktoren, die für das Clusterhaus sprechen, muss man ganz klar den Preis nennen. Andere Angebote mit ähnlicher Flexibilität waren deutlich teuerer, allerdings muss man dafür natürlich optisch einige Abstriche machen, da die Räumlichkeiten schon etwas betagt sind. Ebenso wichtig waren für uns die vergleichsweise kurzen Vetragslaufzeiten, denn als junges Unternehmen kann man nicht immer abschätzen, ob die angemietete Immobilie in 3 oder 5 Jahren noch zum Unternehmen passt.“

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Als größten Vorteil der Co-Working-Umgebungen sieht Tosic, der mit seinem Team native Apps für iOS und Android überwiegend als White-Label-Diensleister für Agenturen entwickelt, dass Startups das komplette Thema „Büro“ abgenommen wird. „Man kann vom ersten Tag an mit der eigentlichen Arbeit loslegen und muss sich nicht mit der Immobiliensuche und Einrichtung belasten, alles ist da und funktioniert, vom Schreibtisch über das Internet bis hin zum Drucker und das alles zu überschaubaren Kosten. Und das Büro wächst mit dem Startup mit, da man jederzeit Arbeitsplätze hinzumieten oder wegfallen lassen kann.“

  • BETAHAUS

Das Betahaus war von Mai 2011 bis April 2013 eine beliebte Co-Working-Adresse für Kreative und Entwickler im Patrizia-Tower zwischen den beliebten Kreativ-Kiezen Belgisches Viertel und Ehrenfeld. Die Insolvenz des Betahauses ist ein Warnung, das sich innerstädtische Standort im harten Immobilienmarkt allein von Einnahmen der vermieteten Co-Working-Plätzen nicht halten lassen.

Das Kölner Betahaus bot eine einmalige Atmosphäre in einem sehr kreativen Umfeld, erinnert sich der Unternehmensgründer Marko Tosic: „Der Umgang der Co-Worker untereinander war familiär, offen und produktiv, das galt bei der offenen Gestaltung des Betahauses besonders. Durch die „Tagesmieter“ war ständig für Nachschub an neuen Gesichtern gesorgt und jeder der Co-Worker macht etwas Spannendes. Gerade bei kreativer Arbeit wie der App-Entwicklung, bekommt man so einen nicht versiegenden Strom neuer Ideen gratis dazu, von der Vernetzung zu kompetenten Freelancern und Unternehmen ganz zu schweigen.“

Weitere neue Orte des Arbeitens in Köln:

  • SOLUTION SPACE

Ein Interview und Video von zoomm.me mit Stefanie Weidner, verantwortlich für den Solution Space, eine Co-Working-Umgebung direkt am Brüsseler Platz, findet sich HIER.


  • STARTPLATZ

Der Startplatz ist zur Zeit einer der spannendsten Orte der Kölner Gründerszene. Hinter dem Startplatz steht die Familie Gräf Holding GmbH. Geschäftsführer Dr. Lorenz Gräf leitet gemeinsam mit seinem Sohn Matthias Gräf das Kölner Projekt. Mit Dr. Gräf, der vor seinem Engagement beim Startplatz die Internet-Firma Globalpark gründete und führte, sprach MOBILE BUSINESS über den Standort Köln.

Bildquelle: Clusterhaus

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