Windows 10 Version 1809

Neues im Oktober-Update von Windows

Das aktuelle Feature-Update von Windows 10 ist da. Hier gibt es die Neuerungen im Überblick.

Neues in Windows 10

Neues in Windows 10: Timeline auch für Mobilgeräte

Pünktlich zum Beginn des Oktobers kommt das neue Funktions-Update von Windows, mit der Versionsnummer 1809. Im Moment gibt es die Installationspakete nur auf der Download-Seite von Microsoft. Möglich ist die Installation einerseits mit dem Update-Assistenten, der die auf dem Rechner genutzte Version erneuert und andererseits mit dem „Media Creation Tool“. Dieses kleine Hilfsprogramm erzeugt ein Installationsmedium mit der vollständigen Version 1809. Das kann entweder eine ISO-Datei für das Verteilen in einem Netzwerk sein, eine DVD und ein USB-Stick. Ein wichtiger Hinweis: Natürlich ist für die Installation auf einem weiteren PC eine entsprechende Lizenz erforderlich.

Wer lieber die in Windows integrierte Update-Funktion nutzen will, muss sich noch ein wenig gedulden. Wie bei den letzten Updates wird Microsoft den Rollout nicht auf einen Schlag, sondern schubweise umsetzen. Dabei kommt es ein wenig auf Glück an, ob man sofort dabei ist oder erst später. Da Windows immer noch viel genutzt wird, wird es zum Teil sogar sehr viel später. So ist beispielsweise das April-Update erst vor kurzem auf den letzten Rechnern ausgeliefert worden. Es gibt aber noch einen weiteren Grund, zunächst einmal abzuwarten: Die Erfahrung zeigt, dass Microsoft auch bei seinen Feature-Updates der Fehlerteufel im Nacken sitzt - wohl auch dieses Mal.

Die Update-Politik von Microsoft

Leider ist es in der Vergangenheit mehrmals vorgekommen, dass ein Update auf bestimmten Rechnerkonfigurationen Probleme macht. Diese Schwierigkeiten haben aber nur sekundär mit dem Betriebssystem zu tun. Leider gibt es keine einheitliche Hardware-Basis für einen Windows-Rechner - ganz im Gegensatz zur Situation bei Apple, die alle Spezifikationen ihrer Macs genau im Griff haben. Stattdessen gibt es abertausende Möglichkeiten, einen Windows-PC aus dem vorhandenen Hardware-Angebot zusammenzustellen. Windows schleppt dieses Problem seit Jahren mit sich herum und eine Besserung ist nicht in Sicht.

Doch Microsoft kämpft tapfer gegen die Windmühlenflügel und bringt seit Jahren im Monatsrhythmus, manchmal sogar häufiger, Sicherheitsaktualisierungen heraus. Etwas anderes dagegen sind die inzwischen im Halbjahrestakt (April und Oktober) erscheinenden Feature-Updates. Sie bringen neben verschiedenen Fehlerkorrekturen und Patches zusätzlich auch eine Vielzahl an neuen Funktionen und zusätzlichen Tools.

Zum Oktober-Update 2018 von Windows 10 gehören auch Aktualisierungen und Neuerungen in Office 365, Microsoft Todo und Outlook.com. So sind die Funktionen für das Zeichnen und Schreiben mit dem Stift in Word und PowerPoint sind deutlich verbessert worden. Zudem gibt es auch einige neue Apps für Android, die speziell an das Oktober-Update angepasst sind. Eine ganz interessante Neuerung ist beispielsweise die App „Ihr Telefon (Your Phone)“, die den Computermit einem Android-Smartphone oder einem iPhone verbindet. Auch die Zeitachsen-Funktion (Timeline) ist jetzt auf das Smartphone erweitert, sodass schrittweise unter Windows Aktionen auf dem Smartphone angezeigt und widerrufen werden können.

Detailverbesserungen in Edge, Skype und Windows

Zahlreiche Detailverbesserungen widmen sich dem Microsoft-Browser Edge. Unter anderem ist die Anzeige von PDF-Dateien verbessert worden, sie können jetzt mit Kommentaren versehen werden und darüber hinaus besitzt es jetzt deutlich mehr Möglichkeiten zum Anpassen von Symbolleiste und Menüs. Skype für Windows 10 bringt eine ganze Reihe von Ergänzungen mitmischt, beispielsweise das Aufzeichnen von Gesprächen, verschlüsselte Privatgespräche und zahlreiche kleinere Erweiterungen.

Die Bildschirmtastatur besitzt nun die aus Swiftkey bekannte Swipe-Funktion, bei der die Tasten nicht mehr angetippt, sondern nacheinander angefahren werden. Mithilfe einer integrierten AI-Funktion ermittelt die Tastatur, welche Worte häufig gewählt und lernt dadurch das Vokabular des Nutzers, um schneller die richtigen Worte auszugehen.

Eine sehr praktische Funktion ist die Cloud-Zwischenablage, die mit der Tastenkombination Win-V aufgerufen wird. Die entsprechende App führt eine Liste mit länger zurückliegenden Kopien der Zwischenablage von allen über die Zeitachsenfunktion verfügbaren Geräte. Microsoft nennt allerdings einige Einschränkungen beim Speicherplatz so. So werden Einzeltexte nur bis maximal 100 KB Größe aufgezeichnet. Außerdem unterstützt die Cloud-Zwischenablage im Moment nur normalen Text, HTML-formatierte Texte und Bilder unter einem MB Größe.

Eine Neuerung gibt es beim Einsatz der Remote-Desktopverbindung: Sie nutzt jetzt bei Bedarf auch Windows Hello mit allen verfügbaren biometrischen Optionen. Viele weitere Security-Funktionen in Windows 10 sind jetzt einfacher zu bedienen und übersichtlicher dargestellt. Das „Windows Defender Security Center“ ist jetzt umbenannt worden in „Windows Security“, was den App-Charakter betont. Der überwachte Ordnerzugriff ist ebenfalls ausgebaut worden und erlaubt jetzt eine genaue Feinabstimmung des Zugriffs.

Neben diesen Neuerungen gibt es einige Funktionen, die es (immer noch) nicht in das Update geschafft haben, zum Beispiel die Funktion „Sets“. Das ist eine Integration mehrerer unterschiedlicher Objekte in einem „getabbten“ Fenster. Damit können zusammengehörige Apps, Dokumente und Websites gemeinsam geöffnet und geschlossen werden.

Bildquelle: Thinkstock

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