Longreads für das Wochenende

Neues vom endlosen Uber-Skandal

Nach dem Rückzug jetzt der Rücktritt: Travis Kalanick ist am Ende. Wird er sein Imperium noch einmal zurückerobern können?

Uber und kein Ende. Nachdem Travis Kalanick sich in der letzten Woche vorläufig zurückgezogen hat, ist er diese Woche endgültig zurückgetreten. Es ist nicht bekannt, welche Insel er zu seinem Exil gewählt hat. Doch sicher hoffen viele, das er sich kein Beispiel an Napoleon nimmt, der sein Exil verließ und das Imperium zurückeroberte (wenn auch nur für 100 Tage).

Der Vergleich mit der Selbstüberschätzung lange Zeit erfolgreicher Kriegsherren ist naheliegend. Viele erfolgreiche CEOs scheinen irgendwann durchzudrehen und es zu vergeigen. Ein weiteres Problem ist die sogenannte "Bro-Culture", eine schwitzige Melange aus männerbündischem Macho-Gehabe, Sexismus und Diskriminierung. Quartz gibt zu bedenken, dass der Erfolg von Uber in erster Linie auf den rücksichtslosen CEO zurückgeführt werden kann. Die New York Times sieht das Problem Uber ganz generell in der Aggressivität der Startup-Maschinerie in der Bay Area. Der Guardian fragt, ob das Silicon Valley nun damit aufräumt. Salon weist darauf hin, dass es für die Verbesserung einer toxischen Unternehmenskultur mehr als nur einen neuen CEO braucht.

Nebenbei: Vergiftete Unternehmen finden sich nicht nur in der Tech-Branche, hebt der Atlantic hervor.

Ein Einwurf von Kara Swisher betont, dass für den Absturz von Travis Kalanick lediglich ein einziger Blogpost einer einzigen Person nötig war: Der Text "Reflecting on one very, very strange year at Uber" von Susan J. Fowler.

Nun zu etwas ganz anderem: Elon Musk arbeitet gerade daran, einen großen Auftrag für Weltraumtransporte zu bekommen. Und Gütertransporte sind wohl auch der heimliche Grund für die Entwicklung von Hyperloop.

Auch Apple darf in Silicon-Valley-Longreads nicht fehlen: Apple-Experte Jean-Louis Gassée macht sich Gedanken über die Entwicklung der Unternehmenskultur von Apple in den zehn Jahren seit der Vorstellung des iPhone.

Doch nicht nur Apple hat sich in dieser Zeit verändert, Smartphones beeinflussen unsere ganze Gesellschaft.

Bildquelle: Thinkstock

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