Auch KI macht Fehler
Künstliche Intelligenz ist ein großes Thema in Unternehmen. Vor allem Machine Learning soll den menschlichen Irrtum möglichst weitgehend aus den Geschäftsprozessen ausschließen. Denn Menschen machen vor allem bei gleichförmigen Routineaufgaben viele Fehler. KI-Anwendungen dagegen sind immer gleich gut, es gibt keine Ermüdung und keine sinkende Aufmerksamkeit - so die Versprechungen der KI-Verfechter.
Doch auch KI-Software macht Fehler. Ein ganz besonders unangenehmer ist Google im Jahr 2015 passiert. Die Bilderkennung in Google Photos hat eine schwarze Frau als „Gorilla“ identifiziert. Trotz der zahlreichen Fortschritte der KI-Verfahren von Google besteht das Problem immer noch. Das hinter der Bilderkennung steckende neuronale Netz scheint auch weiterhin Probleme bei der Zuordnung des Begriffs „Gorilla“ zu den richtigen Fotos zu haben, denn Google nutzt einen „Quick-And-Dirty-Workaround“: Der Begriff kommt als Label für die Bildauszeichnung nicht mehr vor.
Die KI-Anwendung für Google Photos ist nicht die einzige KI, die Fehler gemacht hat. So hat eine in den USA für die Bewertung von Straftätern eingesetzte Software zur Vorhersage der Wahrscheinlichkeit erneuter Kriminalität Schwarze systematisch schlechter beurteilt. Solche Seltsamkeiten sind ein Beispiel für sogenannten Bias, also systematische Fehler aufgrund von Voreingenommenheit.
Sie entstehen nicht aus der Anwendung eines Algorithmus, sondern sitzen bereits in dem Material, mit dem Neuronetz während ihres Trainings gefüttert werden. Diese Datensätze werden von Menschen zusammengestellt und spiegeln ihrer eigenen Voreingenommenheit und Neigungen wieder. Vereinfacht ausgedrückt: Wenn der KI-Trainer einen Fehler macht, macht auch die KI diesen Fehler und wenn der Trainer rassistisch urteilt, geht die KI auf die gleiche Weise vor.
Seltsamkeiten und Fehler dank Künstliche Intelligenz
Der menschliche Irrtum lässt sich nur sehr schlecht ausschalten. Er steckt überall, auch in zahlreichen KI-Anwendungen. Und je häufiger Machine Learning eingesetzt wird, desto häufiger wird es auch zu Irrtümern und anderen Seltsamkeit kommen. Im letzten Jahr ist schon einiges zusammengekommen:
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