Mixed Reality-Brille vorgestellt

Nie wieder Schlange stehen?

Im November 2018 zeigt Salt Solutions im Leipziger Karstadt am Neumarkt technische Innovationen und Ideen für den Handel. Die Ausstellung wird im Rahmen des Forschungsprojektes „Surtrade“ durchgeführt und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Dabei geht es um die Erforschung einer Verschmelzung von digitalem und lokalem Geschäft, die das Einkaufen in den Städten auch in Zukunft attraktiv machen soll.

Nie wieder Schlange stehen?

Das Konzept der „Mixed Reality" zeigt, wie Kunden zukünftig virtuelles und reales Einkaufserlebnis miteinander verbinden können.

Der Anteil des Online-Handels nimmt weiterhin zu. Doch der Kauf in lokalen Ladengeschäften bietet ebenfalls Möglichkeiten, Kunden ein Einkaufserlebnis zu bereiten, bei dem Smartphone und Tablet an ihre Grenzen stoßen. Um Kunden zu anzusprechen, werden technische Neuentwicklungen eine immer wichtigere Rolle spielen, etwa auf Basis von Mixed und Virtual Reality. Bei diesen wird die virtuelle mit der realen Welt „vermischt“, beziehungsweise eine von der echten Umwelt abgegrenzte virtuelle Realität erschaffen. In Leipzig zeigt der Supply-Chain-Digitalisierer die Mixed Reality-Brille „Hololens“ von Microsoft.

Brille auf, Lieblingsstück wählen und den Avatar anprobieren lassen: Kunden sollen sich im Laden bald nicht mehr an den Umkleidekabinen anzustellen und Kleider auf engem Raum bei Kunstlicht anzuprobieren müssen. Künftig könnte eine Mixed Reality-Brille ihnen helfen, ein virtuelles Modell nach ihren eigenen Körpermaßen auszuwählen und verschiedene Kleider in diversen Schnitten, Designs und Farbkombination zu betrachten. Der Kunde würde dann ein lebensechtes Hologramm mitten im Raum stehen sehen. Das digitale Model führt Anweisungen des Kunden aus und kann künftig auch beratend tätig werden, etwa basierend auf dem Geschmack des Kunden passende Vorschläge machen.

Für die Zukunft sind verschiedene Anwendungsszenarien für MR und VR denkbar, die Kunden ein verbessertes Einkaufserlebnis bieten könnten. Bereits heute sind Anwendungen im Einsatz, die es erlauben, neue Möbel im Laden virtuell in die eigene Wohnumgebung einzubetten, in Spielzeug-Packungen „hineinzusehen“ oder die Wirkung von Make-up auf dem eigenen Gesicht zu begutachten. Damit könnte der lokale Handel Bedürfnisse befriedigen, die beim reinen Online-Handel zu kurz kommen und wäre so besser in der Lage, dem Verwaisen der Innenstädte entgegenzuwirken.

Im Rahmen des Forschungsprojekts „Surtrade“ wollen Forschungseinrichtungen (Universität Leipzig, Kühne Logistics University, HHL Leipzig Graduate School of Management) und Unternehmen (Salt Solutions, Tchibo, Checkmobile) gemeinsam neue Handelskonzepte entwickeln. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Bild: Salt Solutions

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