(K)ein ständiger Begleiter?

Nutzen und Verbesserungspotential von Smartwatches

Für Damjan Stamcar, Launch Execution Manager/Customer Product Management bei Sony Mobile Communications, ist die Smartwatch auf Messen ein ständiger Begleiter, daheim eher weniger. Wir sprachen mit Stamcar über den Nutzen und das Verbesserungspotential der smarten Uhren.

Damjan Stamcar, Sony

„Der Hauptkritikpunkt ist immer noch die kurze Akkuleistung von ein bis zwei Tagen“, so Damjan Stamcar von Sony.

Herr Stamcar, welche Rolle spielen Smartwatches anno 2016 in Deutschland?
Damjan Stamcar:
Der Markt für Smartwatches ist weiterhin wachsend, aber langsamer als erwartet. Immer mehr Menschen sehen den Mehrwert solcher Uhren und immer mehr klassische Uhrenhersteller steigen in den Markt mit ein.

Inwieweit kommen Smartwatches im Geschäftsalltag zum Einsatz?
Stamcar:
Smartwatches sind gerade im Geschäftsalltag ein gern genutztes Hilfsmittel, um die wichtigen Nachrichten zu filtern. Das Smartphone kann in der Tasche bleiben und so der Akku geschont werden.

Was macht eine gute Smartwatch konkret aus?
Stamcar:
Eine gute Smartwatch sollte erst einmal den Nutzer optisch ansprechen, wassergeschützt sein und dem Nutzer die wesentlichen Informationen direkt auf dem Handgelenk darstellen können.

Welche Funktionen sind bei den Nutzern besonders gefragt?
Stamcar:
Die am meisten genutzte Funktion ist die kurze Einblendung von SMS, E-Mails und eingehenden Anrufen. Daneben ist die Anzeige der Uhrzeit immer noch ein wesentlicher Bestandteil, da dies besonders zu einer Schonung des Smartphone-Akkus besteuert.

Was kritisieren Nutzer noch häufig an den smarten Uhren?
Stamcar:
Der Hauptkritikpunkt ist immer noch die kurze Akkuleistung von ein bis zwei Tagen. Daher minimieren die klassischen Uhrenhersteller bei ihren Versionen die Smartwatch-Funktionen, um die Akkulaufzeit auf rund einen Monat zu erhöhen.

Wo sehen Sie persönlich noch Verbesserungsbedarf?
Stamcar:
Vor allem beim Akku besteht Verbesserungspotential. Außerdem könnte das Display noch heller und flexibler in der Formgestaltung sein, um den Herstellern mehr Möglichkeiten beim Design zu bieten.

Wie ist es um die Sicherheit von Smartwatches bestellt?
Stamcar:
Für Google und Sony steht die Sicherheit der Kundendaten an erster Stelle. Das Smartwatch-Betriebssystem als solches ist auch so ausgelegt, dass sensible Informationen nicht auf der Uhr verbleiben, sollte diese verloren gehen. Weiterhin hat der Kunde auch die Möglichkeit, seine Uhr zu sperren und zu definieren, was auf dem Display angezeigt werden soll.

Tragen Sie persönlich auch eine Smartwatch? Wenn ja, jederzeit bzw. zu welchen Gelegenheiten?
Stamcar:
Gerade auf Messen wie der IFA oder bei besprechungsreichen Arbeitstagen ist die Smartwatch mein ständiger Begleiter. Privat eher weniger.

Bildquelle: Sony

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