MDM sorgt für Überblick

Offenbachs Schulen bringen digitalen Unterricht voran

Beschleunigt durch die Corona-Pandemie digitalisiert die Stadt Offenbach ihre Schulen. Damit das Management der Endgeräte von Schülern und Lehrkräften sowie digitaler Tafeln auf unterschiedlichen Plattformen reibungslos funktioniert, kommt eine Mobile-Device-Management-Lösung (MDM) zum Einsatz.

Schulkinder mit Tablets

Aktuell verwalten die IT-Experten aus Offenbach etwa 1.500 Geräte für Lehrkräfte und knapp 5.000 Geräte für Schüler.

Bereits seit 2019 hatte jede Schule der Stadt einen mobilen EDV-Raum mit iPads, weitere Geräte sollten Schritt für Schritt angeschafft werden. „Gestartet sind wir mit 300 Endgeräten. Doch dann kam die Pandemie und alles musste viel schneller gehen“, erinnert sich Norman Jahn. Der Abteilungsleiter IT für die Schulen in Offenbach hat gemeinsam mit seinem Team die Aufgabe, die Schulen in der Stadt zu digitalisieren. Dabei geht es ihnen zunächst einmal um die technische Grundausstattung – und die Verwaltbarkeit von unterschiedlichsten Geräten und Software. Dazu gehören die Wlan- und die Glasfaserinfrastruktur, ebenso wie die Prüfung des Stromnetzes auf Belastbarkeit bei größerer Auslastung. Im August 2021 waren 20 Prozent der Schulen in Offenbach entsprechend ausgestattet, die restlichen in die Planung gebracht und alle 160 pädagogischen Unterrichtsräume mit einer digitalen Tafel zur Präsentation versehen.

Die Boards arbeiten mit dem Android-Betriebssystem. Die meisten Geräte für Schüler sind iPad-OS-Tablets, zwei Schulen verwenden Samsung-Geräte, ebenfalls mit Android-Betriebssystem. Hinzu kommen viele Laptops von Lehrkräften mit Windows 10. Das Management dieser Geräte und die schrittweise Einführung von Schüler-Endgeräten ist die vorerst letzte Stufe im Digitalisierungsplan der Hessen.

Eine Lösung für alle

Die Gerätewelt ist also bunt, eine Software für das Management der unterschiedlichen Plattformen unabdingbar. Nach einem eingehenden Auswahlprozess fiel die Wahl auf die Mobile-Device-Management-Lösung Relution, die in Offenbach als Whitelabel-Lösung unter dem Namen LD Mobile als Teil von Logodidact zum Einsatz kommt.

Bei der Recherche wurde Norman Jahn durch die MDM-Ausschreibung der Ekom21, kommunaler IT-Dienstleister in Hessen, auf die Lösung aufmerksam und fand sie „auf Anhieb sehr ansprechend“. Ihre Funktionalität passte zu den Anforderungen für die Verwaltung verschiedenster Geräte an Schulen, sie unterstützt mehrere Plattformen, hält die strengen Datenschutzrichtlinien der EU ein und bietet Support in Deutsch. Die Entscheidung fiel nach der Vorstellung der Software beim Schulträger Mitte 2020.

„Mit der MDM-Lösung können wir die hohen Anforderungen erfüllen, die an unsere Abteilung gestellt werden“, so Jahn. „Wir sollen möglichst alle Geräte managen, patchen und aktuell halten. Genau dafür ist die Software gut geeignet, weil sie nicht eindimensional auf iOS-Ebene arbeitet, sondern daneben Android- und Windows-Geräte, und hier sogar die neueste Version 11, unterstützt.“

Praktisch für die Lehrkräfte ist, dass sie ihre dienstlichen Geräte zuhause im privaten Netzwerk nutzen können und dennoch von einer zentralen Geräteverwaltung profitieren. Das funktioniert, weil sich die Windows-Geräte genauso wie Apple- und Android-Geräte aus der Ferne über das Internet verwalten lassen.

Datenschutz und -sicherheit gewährleistet

Ein Schülerendgerät ist seit dem Einsatz der Management-Software unabhängig vom Betriebssystem immer up-to-date und lauffähig – mit allen relevanten Apps auf den Geräten. Neben der zentralen Verteilung von (kostenpflichtigen) iOS-Apps kann die Stadt Offenbach jetzt den Schutz sensibler Daten von Schülern gewährleisten, auch weil keine persönlichen Apple- und Google-IDs nötig sind. Die Integration von lokalen Dateifreigaben erlaubt den Zugriff auf relevante Lerninhalte und außerdem die sichere Ablage von Arbeitsergebnissen und Dateien auf dem zentralen Schulserver. Vordefinierte Weblinks oder die Bereitstellung von iBooks bereichern die inhaltliche Gestaltung eines digitalen Unterrichts.

Die Integration der Geräte ins MDM-System erfolgte innerhalb kurzer Zeit. „Wir hätten zu Beginn nie gedacht, dass das so schnell so gut klappt. Als Anwender erlebe ich die Oberfläche als sehr nutzerfreundlich. Die Software ermöglicht ein datenschutzkonformes Management und kann alle vorhandenen IT-Geräte plattformübergreifend aufnehmen“, erklärt Jahn.

Digitale Schulen – dem Ziel näher gerückt

Aktuell verwalten die IT-Experten aus Offenbach über 6.500 Geräte: etwa 1.500 Geräte für Lehrkräfte und knapp 5.000 Geräte für Schüler. Die Lehrkräfte werden sich aber noch etwas gedulden müssen, bis sie an einer voll digitalen Schule arbeiten, trotz aller Fortschritte in den letzten Monaten. Erst müssen alle Schüler mit mobilen Endgeräten ausgestattet sein und noch so manche Feinjustierung vorgenommen werden. Mit den digitalen Tafeln, die an den Seiten normale Whiteboard-Flügel haben, um sie auch von Hand beschreiben zu können, wurden erste Voraussetzungen dafür geschaffen. Doch auch, wenn es noch einige Zeit dauert, bis die Digitalisierung im Schulwesen abgeschlossen ist, resümiert Jahn zuversichtlich: „Ich freue mich auf den Tag, an dem wir alle Erwartungen an den digitalen Unterricht erfüllen können und er für alle Realität ist.“

Die Stadt Offenbach am Main ...

... hat 25 allgemeinbildende Schulen. In der IT-Abteilung der Stadt Offenbach kümmern sich aktuell acht Mitarbeiter um die Verwaltung der IT-Infrastruktur, Software und Geräte an den Schulen. Im Zuge des Ausbaus der digitalen Infrastruktur wird das Team demnächst auf 28 Mitarbeiter aufgestockt.


Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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