EU-DSGVO

Online-Handel doppelt gefordert

Kaum ein Thema wurde in den letzten Tagen, Wochen und Monaten mehr gehypt als die mittlerweile in Kraft getretene europäische Datenschutz-Grundverordnung, kurz EU-DSGVO. Nun wird sich zeigen, welche „dramatischen“ Auswirkungen die neuen Regelungen tatsächlich auf das Geschäft des einen oder anderen Unternehmens haben werden.

EU-DSGVO: Online-Handel doppelt gefordert

EU-DSGVO: Online-Handel doppelt gefordert

Noch kurz vor dem „großen Stichtag“ am 25. Mai 2018 sorgten die zahlreichen Diskussionen um die neuen Datenschutzbestimmungen für Unsicherheiten im Markt und viele Fragen standen im Raum: Was ist nun erlaubt, was nicht? Inwieweit betrifft mich die DSGVO überhaupt? Wie muss ich handeln, damit ich nicht abgemahnt werde? Fakt ist, die Regeln gelten für alle, die mit personenbezogenen Daten „hantieren“. Dazu zählen junge Start-ups genauso wie etablierte Großunternehmen.

Und auch der Online-Handel, dem wir in dieser Ausgabe eine komplette Rubrik widmen, bleibt natürlich von den Auswirkungen der europäischen Datenschutz-Grundverordnung nicht verschont. Schließlich verwenden Händler viele persönliche Daten, um ihren Kunden personalisierte Einkaufserlebnisse zu schaffen. Und das lohnt sich wohl. Denn laut einer Bitkom-Studie von 2017 ist das Online-Shopping mittlerweile sogar beliebter als das Bummeln durch die Fußgängerzone – und da sich das Smartphone als ständiger Begleiter durchgesetzt hat, wird vor allem mobil geshoppt.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 5-6/2018. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Hierbei erwarten die Shopper eine durchgehende, überzeugende Nutzererfahrung. In der Praxis bedeutet das: Online-Shops müssen an die Darstellung auf mobilen Endgeräten angepasst sein. Zudem sind kurze Ladezeiten, unkomplizierte Such- und Bestellvorgänge sowie nahtlos integrierte Bezahlungsmöglichkeiten gewünscht. Online-Händler sind hier also doppelt gefordert: Sie müssen ihre Nutzer mit modernen M-Commerce-Konzepten überzeugen und dabei die neuen Datenschutzbestimmungen beachten. Und werden die nun einheitlichen Regelungen rasch und sauber umsetzt, könnte die DSGVO doch letztlich durchaus eine Chance darstellen, das Vertrauen der Nutzer in Werbung und Werbetreibende zu stärken.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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