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Planetare Ressourcen und industrielle Revolution

Was Telefonistinnen auszeichnet, wie Robinson Crusoe auf dem Mars überlebt und warum Meditation manchmal ganz hilfreich ist. Und Muppets.

  1. Ridley Scott arbeitet noch an der Verfilmung des Bestsellers „The Martian“ von Andy Weir, doch das an „Robinson Crusoe“ erinnernde Buch ist bereits jetzt ein Pflichtexemplar für die Handbibliothek jeder Mars-Expedition. Auf unserem hinteren Nachbarplaneten kann viel schief gehen und ein Scheitern ist wahrscheinlicher als ein Erfolg. Bei der Mission „Ares 3“ aus dem Buch hat es nur sechs Tage gedauert, bis die Katastrophe eingetreten ist. MIT-Experten geben der für 2025 geplanten Mission „Mars One“ immerhin 68 Tage.
  2. Szenenwechsel: Ein paar Lichtminuten weiter außerhalb der Mars-Umlaufbahn liegt der Asteroidengürtel, der aus mehr als 600.000 Kleinplaneten besteht. Das Unternehmen Planetary Resources möchte dort Metalle gewinnen, zum Beispiel das wertvolle Platin. Das ist noch lautere Zukunftsmusik als die Mars-Expedition. Erst einmal ist der geplante Start einer Forschungssonde fehlgeschlagen, im nächsten Sommer soll es aber einen neuen Versuch geben.
  3. Das sind alles ganz aufregende Pläne, bei denen mich aber manchmal das Gefühl beschleicht, die Leute sollten mal Meditation versuchen, um wieder herunterzukommen.
  4. Komplett geerdet ist Chris Hadfield, der Lieblingsastronaut des Jahres 2013. Jetzt ist ein Bildband mit seinen besten Fotografien aus der International Space Station erschienen, hochauflösend und in guter Druckqualität. Also nicht so pixelig wie bei Instagram, auch wenn Hadfields Social-Media-Aktivitäten mehr für das Image der Raumfahrt getan haben als 50 gelungene Raketenstarts.
  5. Das Leben auf diesem Planeten hängt übrigens sehr stark von Quanteneffekten ab.
  6. Aber jetzt ist Schluss mit dem Raumfahrt-Gedöns: Die Künstliche Intelligenz kommt.
  7. Aber sie macht uns dumm.
  8. Die industrielle Revolution war auch eine Revolution der Transportsysteme. Eisenbahn und Fabrik bedingen sich gegenseitig, so wie Breitbandnetz und Digitalwirtschaft. Das sollte mal jemand unseren Politikern erklären.
  9. Ein interessantes Faktum: Neue Technologien werden in der Arbeitswelt häufig als erstes von Frauen angewendet, man denke nur an die Telefonistin oder die Schreibkraft. So galt in der Anfangszeit, bei noch schlechtem Telefonnetz, die Stimme der Frau als verständlicher bei der Vermittlung von Gesprächen und ihre Hände als geeigneter für das Bedienen eng gruppierter Typenhebel. So war es auch beim Computer, als IT noch EDV hieß und es noch jede Menge Programmiererinnen gab.
  10. Auch diesmal wieder ein bisschen Deutsche-Sesamstraße-Bashing: Das ebenso unerreichte wie ungeschlagene Original wird 45 und mit Computern kommen die Muppets auch klar.

Bildquelle: omster-com / freeimages.com

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