Everbridge übernimmt One2many

Plattform für öffentliche Covid-19-Warnungen

Everbridge hat One2many aufgekauft und will nun den Kampf gegen das Coronavirus mit einem hybriden Warnsystem unterstützen.

Covid-19-Pandemie

Das Warnsystem soll u.a. darüber informieren, ob jemand in einem mit dem Coronavirus infizierten Gebiet gewesen ist.

Das System soll standortbezogenes mobiles Messaging mit Mobilfunkdiensten kombinieren und dabei bereits die rechtlichen Vorgaben der EU für 2022 erfüllen. Nach eigenen Angaben bieten sowohl Everbridge als auch One2many eine für den Mobilfunk optimierte lückenlose Lösung an, die die regulatorischen Vorgaben der EU und anderer globaler Initiativen für die landesweite Alarmierung der Bevölkerung erfüllt. 

Durch den Zusammenschluss entstehe das größte und einzige öffentliche Warnsystem, das Cell Broadcast mit adressen-, gruppen- und standortbasierten Multi-Channel-Technologien verbindet. Die neue Hybridplattform soll Länder in die Lage versetzen, sich gegen das Coronavirus zu schützen, Updates zu Virus-Hotspots und bewährte Verfahren im Rahmen der Pandemie auszutauschen, Ersthelfereinsätze und Ressourcen des Gesundheitswesens zu koordinieren, eine Zwei-Wege-Kommunikation mit gefährdeten Bevölkerungsgruppen aufzubauen und Störungen im Verkehrs- und Bildungswesen sowie bei anderen kritischen Dienstleistungen zu bewältigen. Darüber hinaus biete die Plattform auch Funktionen zum Management kritischer Ereignisse für eine Vielzahl von Bedrohungen, beispielsweise Naturkatastrophen, Terroranschläge, Cyber- und andere Sicherheitsvorfälle.

Länderweites Warnsystem

Die Covid-19-Pandemie ist in Verbindung mit dem kürzlich erteilten Mandat, nach dem die EU-Mitgliedstaaten bis Juni 2022 über ein bevölkerungsweit einsetzbares Warnsystem verfügen müssen, ein bedeutender Katalysator für die Einführung eines Warnsystems für ganze Länder. Laut Everbridge ermöglicht die Plattform die Kommunikation in allen Phasen eines Vorfalls, von der Vorbereitung über die Alarmierung bis hin zur Verlaufskontrolle und Wiederherstellung. Dazu gehöre die Kommunikation mit allen Beteiligten – mit denen, die helfen können, mit denen, die unterrichtet werden müssen, und vor allem mit denen, die betroffen sind. Sie soll die Kommunikation mit Menschen an verschiedenen Standorten, einschließlich ihres Wohn- und Arbeitsortes, ihres derzeitigen Aufenthaltsorts und sogar dort, wo sie sich kürzlich aufgehalten haben oder voraussichtlich aufhalten werden, ermöglichen.

Die Inanspruchnahme der Vorteile einer einzigen, umfassenden Plattform mache es möglich, zum Schutz der am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen beizutragen, indem Register für besondere Bedürfnisse erstellt werden, die im Einklang mit standortbasierter gezielter Benachrichtigung funktionieren. Damit sei es machbar, Ersthelfer, Gesundheitsdienstleister und freiwillige Helfer zu mobilisieren oder mit Menschen zu kommunizieren, die womöglich durch ein mit dem Coronavirus infiziertes Gebiet gereist sind und gleichzeitig die Privatsphäre des Einzelnen strikt zu schützen.

Bildquelle: Getty Images / iStock

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