Tricks und Tipps

Praxis: Mehr Platz auf dem Smartphone

Neue Apps sind schnell installiert, wer zwischendurch nicht ausmistet, bringt das eigene Smartphone allerdings irgendwann an die Grenzen seiner Speicherkapazitäten. Gerade bei günstigen Geräten kann dieser Fall schneller eintreten als einem lieb ist. Mit ein paar unkomplizierten Handgriffen lässt sich wieder Platz schaffen.

Ein Smartphone-Nutzer führt ein Backup durch.

Mit einem Backup lässt sich Platz schaffen.

Die Zeiten, in denen eine Handvoll anspruchsvoller Apps den kompletten Smartphone-Speicher lahmlegen konnte, sind glücklicherweise vorbei. Die Kapazität aktueller Gerätegenerationen beginnt häufig bei 64 GB und ist variabel aufstockbar. Für normale Nutzer sollte das in der Regel genug sein. Trotzdem kann es auch bei umfangreicheren Speichermöglichkeiten irgendwann mal dazu kommen, dass das Limit erreicht wird. Das führt nicht nur dazu, dass keinerlei Neuinstallationen mehr vorgenommen werden können, sondern bringt das Gerät auch hinsichtlich der Perfomance schnell an seine Grenzen. Hier kann eine Reihe von Maßnahmen Abhilfe schaffen:

  • Versteckten Cache löschen
    Viele Platzfresser sind auf den ersten Blick nicht so leicht zu finden, da Sie sich im Zwischenspeicher verschiedener Apps verstecken. Je nach Gerät kann zunächst damit begonnen werden, über die Bereinigung in den Einstellungen nicht mehr benötigte Dateien vom Smartphone zu löschen. Hier kann häufig auch schon direkt der Zwischenspeicher ausgewählter Apps bereinigt werden. Dabei werden etwa aktive Downloads von Diensten wie Spotify oder Netflix gelöscht, aber auch über lokal gespeicherte Mediendateien der Social-Media-Apps entfernt. Dementsprechend sollte man sich genau überlegen, welche App wirklich in Gänze bereinigt werden soll. Im Zweifel kann der Vorgang auch direkt in den jeweiligen Apps vorgenommen werden.

  • Backup vornehmen
    Es mag sehr bequem sein, aber tatsächlich sind Smartphones nicht dafür gemacht, um darauf die Schnappschüsse der letzten fünf Jahre zu archivieren. Aus Sicherheitsgründen empfiehlt es sich ohnehin nicht, wichtige Daten nur auf dem Mobiltelefon mit sich herumzutragen. Speicherhungrige Mediendateien wie Bilder oder Videos sollten dementsprechend regelmäßig extern gesichert werden. Das kann lokal via Notebook, Desktop-PC oder externer Festplatte geschehen, aber auch über einen Cloud-Dienst wie Dropbox oder Google Fotos erfolgen. Idealweise macht man beides, da das Smartphone so komplett von der Datenlast befreit werden kann.

  • Daten auf SD-Karte verschieben
    Ältere Geräte verfügen oft über einen sehr überschaubaren internen Speicher. Landen dort schließlich noch sämtliche App-Daten, ist das Limit ganz schnell erreicht. Hier kann nur eine SD-Karte weiterhelfen. Je nach Slot kann das Smartphone verhältnismäßig günstig um ein Vielfaches des internen Speichers erweitert werden. Auch dann werden neue Daten allerdings nicht automatisch auf der Speicherkarte abgelegt. Diese müssen dementsprechend händisch verschoben werden. Bei Mediendateien ist der Vorgang in der Regel über die Galerie-App möglich, Anwendungen müssen wiederum über die Systemeinstellungen verschoben werden.

Um dem Problem von vorneherein aus dem Weg zu gehen, können ebenfalls gewisse Vorkehrungen getroffen werden. So sollte man überprüfen in welcher Auflösung Bild- und Videodateien erstellt werden und sich überlegen, in welcher Qualität man diese wirklich braucht. Private Clips, die lediglich per Messenger verschickt werden, brauchen zum Beispiel keine 4K-Auflösung. Darüber hinaus kann es helfen, Apps nur noch manuell zu aktualisieren, statt immer wieder automatische Updates über den Store zu beziehen. So bekommt man ein Gefühl dafür, welche Anwendungen besonders speicherhungrig sind und kann diese ggf. löschen oder gegen sparsamere Alternativen wie etwa vorhandene Lite-Versionen austauschen.

Bildquelle: Getty Images / iStock

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