KI hilft Imkern bei der Untersuchung ihrer Bienen
Sebastian Steppuhn aus Pforzheim gewann am Freitag mit seinem Projekt “Bee ai“ den Hauptpreis des diesjährigen Bundeswettbewerb Künstliche Intelligenz. Der Siebzehnjährige hat eine KI entwickelt, die schädliche Varroamilben auf Bienen erkennt. Eine Apparatur sortiert anschließend befallene Bienen automatisch für eine gezielte Behandlung aus. Die KI-Anwendung des Schülers aus Baden-Württemberg stärkt die Gesundheit der Bienenstöcke und könnte ein Beitrag gegen das Bienensterben sein. Er erhält 1.500 Euro sowie einen Praktikumsplatz beim Robotik- und Automationsunternehmen FANUC.
Neun weitere Schülerteams hatten sich mit ihren Projektideen für das BWKI-Finale qualifiziert und wurden von der Jury begutachtet. Sie traten für ein gesundes Herz, intelligente Wassersteuerung oder gegen Lebensmittelverschwendung an.
Mit dem Preis in der Sonderkategorie „AI for Good“ wurde Leonie Weiss aus Regensburg für ihr KI-Projekt „TrafficAid“ ausgezeichnet. Die achtzehnjährige Schülerin konnte sich über 1.000 Euro Preisgeld freuen. Durch ihre intelligente Ampelschaltung werden Fahrzeuge jeglicher Art, egal ob Auto oder Fahrrad, erkannt. Die Ampel schaltet nur dann auf Rot, wenn es auch wirklich notwendig ist, und unterbricht den Verkehrsfluss nicht. Die Jury wertete den Nachhaltigkeitsgedanken in punkto Ökobilanz aber auch Sicherheit als positiv.
Den mit 750 Euro dotierten Preis für die Sonderkategorie „No risk, no fun!“ erhielten Anna Perkovic und Nicholas Dahlke aus Lörrach, Baden-Württemberg. Die beiden Siebzehnjährigen nutzten KI, um ein ungeklärtes chemisches Rätsel zu lösen: warum gefriert heißes Wasser schneller als kaltes? Der Sonderpreis „KI-Forschung“ ehrte Lorenz Rutkevich aus dem niedersächsischen Leer mit seinem innovativen Projekt „SeesDisease“, das gestochen scharfe Bilder von Zellen mithilfe von KI-gestützter medizinischer Mikroskopie ermöglicht. Damit können auch in Entwicklungsländern mit einfachen Mikroskopen qualitativ hochwertige Zellaufnahmen gemacht werden.
Als Publikumsfavorit ging Peter Fuchs aus Hannover mit seinem Projekt „FolderCopter“ hervor und erhielt dafür 500 Euro. Der Sechzehnjährige möchte damit die Suche nach Daten auf dem Computer erleichtern. Bereits seit dem 1. November konnten sich alle Interessierten auf der BWKI-Website über die Projekte informieren und ihren persönlichen Liebling wählen.