Vollverschlüsselung

Probates Mittel für mehr Datensicherheit

Mobile Mitarbeiter sind in vielen Fällen ein hohes Sicherheitsrisiko für Unternehmen: Denn VPNs werden häufig nicht genutzt und MDM-Lösungen sind oft nicht vorhanden. Eine vollverschlüsselte mobile Kommunikation kann Abhilfe schaffen.

Schloss

Verschlüsselung ist ein sinnvolles Mittel für mehr Datensicherheit.

Während einer Geschäftsreise, im Außendienst oder auf Montage nutzen zahlreiche Mitarbeiter heute ganz selbstverständlich Smartphones, um sich mit den Kollegen in der Firma auszutauschen, Dokumente abzurufen oder Unterlagen in ihr Unternehmen zu schicken – seien es ihre privaten Handys oder Firmengeräte. Diese Geräte entziehen sich aber oft noch der Kontrolle der zentralen IT. Zwar gibt es Unternehmen, die ihren Mitarbeitern VPN-Verbindungen anbieten, diese werden jedoch häufig aus Unwissenheit oder reiner Bequemlichkeit nicht genutzt. Mobile-Device-Management- (MDM) oder Enterprise-Mobility-Management-Lösungen (EMM) finden sich nur selten in den Unternehmen, was die aktuelle „@Work“-Studie der Brabbler AG zeigt. Für die Studie wurden im Mai dieses Jahres 701 Berufstätige in Deutschland befragt und dabei gab nur rund ein Viertel an, dass auf seinen beruflich genutzten Smartphones die Nutzung von Software technisch eingeschränkt sei. Vor allem kleine Unternehmen scheinen vom hohen Implementierungsaufwand solcher Lösungen abgeschreckt zu sein.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 07-08/2018. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Das hat zur Folge, dass mobile Mitarbeiter häufig populäre Kommunikationsplattformen wie private Messenger oder File-Sharing-Dienste aus der Cloud einsetzen, die nur mangelnde Sicherheitsvorkehrungen treffen. Beim Austausch vertraulicher Inhalte, wie Konstruktionsdaten, Kundenlisten oder Verträgen, riskieren sie dabei den Verlust von Betriebsgeheimnissen. Eine unzureichende Verschlüsselung etwa erleichtert nicht nur Hackern ihr Geschäft, sondern ermöglicht auch den Anbietern, die Inhalte auszulesen. Zudem sind diese Plattformen meist US-amerikanischen Ursprungs und setzen die Inhalte damit der Gefahr der Wirtschaftsspionage aus.

Absolute Hoheit über die Daten behalten

Einen Weg zu mobiler Datensicherheit können Lösungen eröffnen, die nativ eine sichere Übertragung von Nachrichten, Dateien und anderen vertraulichen Inhalten ermöglichen. Dafür bieten sich spezielle Business-Messenger an, die auf Vollverschlüsselung setzen. Dabei wird einerseits durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sichergestellt, dass entlang des gesamten Übertragungswegs niemals irgendwelche Inhalte im Klartext vorliegen. Sie können ausschließlich auf den Geräten der Sender und Empfänger entschlüsselt werden. Andererseits werden bei der Vollverschlüsselung aber auch alle Inhalte verschlüsselt, die auf den Endgeräten gespeichert sind.

Damit die Unternehmen dabei die absolute Hoheit über ihre Daten behalten, müssen sie über die Schlüsselhoheit verfügen. Das lässt sich mithilfe hierarchischer Verschlüsselungsmethoden auch realisieren. Sie können sicherstellen, dass sämtliche Schlüssel im Anwenderunternehmen generiert und verwaltet werden. Dadurch ist ein so genanntes „Provider Shielding“ gegeben. Der Anbieter der Lösung hat dann technisch keine Möglichkeiten, die Daten zu entschlüsseln. Gleichzeitig kann die zentrale IT-Administration bei Bedarf die Inhalte der Mitarbeiter entschlüsseln und Nutzern, die ihre Mobilgeräte inklusive Schlüssel verlieren, bei der Wiederherstellung ihrer Inhalte helfen. Gerade bei mobiler Kommunikation ist Verschlüsselung ein probates Mittel für mehr Datensicherheit. Kommt eine vollverschlüsselte Kommunikationsplattform zum Einsatz, ist es egal, welche Geräte die Mitarbeiter verwenden und in welchem Netz sie sich gerade befinden.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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