Viele aktuelle Smartphones betroffen

Quadrooter: 1 Milliarde Android-Geräte bedroht

Viele aktuelle Smartphones sind von der Sicherheitslücke Quadrooter betroffen. Die Sicherheitsfirma Check Point gab bekannt, vier Android-Sicherheitslücken entdeckt zu haben, die fast eine Milliarde Smartphones mit Android-Betriebssystem betreffen sollen.

"Quadrooter", so der Name der Schwachstellen, scheint Ausmaße ähnlich der Stagefright-Sicherheitslücke aus 2015 zu haben.

Betroffen sind Android-Smartphones mit LTE-Chipset von Qualcomm - also viele aktuelle Android-Geräte, wie das BlackBerry Priv, Google Nexus 5X, 6 und 6P, Samsungs Galaxy S7 und S7 Edge, LG G4, G5 und V10 sowie das One Plus One, 2 und 3.

Angreifer könnten die komplette Kontrolle über ein betroffenes Smartphone übernehmen, so die israelische Sicherheitsfirma. Konkret geht es um einen Fehler in der Treiber-Software des LTE-Chipsets von Qualcomm. Check Point meint, eine simple App ohne spezielle Rechte würde Angreifern bereits Root-Zugriff auf das Smartphone ermöglichen.

Einerseits ist die Software angreifbar, die die Kommunikation zwischen den einzelnen Komponenten des Chipsets steuert. Andere Schwachstellen finden sich im Android-System zur Speicherzuweisung und zwei Qualcomm-Kernel-Treibern für den Grafikprozessor.

Laut Michael Shaulov von Check Point sollen die Mängel bisher nicht für Angriffe ausgenutzt worden sein. Man habe Qualcomm im April über die Probleme informiert.

Drei der Lücken hat Google im Juli-Update geschlossen. Der vierte Fehler soll im September behoben werden. Qualcomm hat Patches zur Verfügung gestellt, allerdings dauert es seine Zeit bis diese ihren Weg auf die Geräte finden, da Hersteller und oder Provider sie erst ausliefern müssen.

Bildquelle: Thinsktock / iStock

 

 

 

 

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