Geforce Now startet auf Android

Rechenpower aus der Cloud

Neben Musik- und Videoinhalten sollen in Zukunft auch immer mehr Computerspiele ohne lästige Hardwarebeschränkungen direkt in der Cloud ausgeführt werden. Um mit den ambitionierten Plänen von Google, Sony und Microsoft Schritt zu halten, weitet Nvidia seinen Geforce-Now-Dienst nun auf mobile Android-Endgeräte aus.

Gamepads in einer Wolke

Videospiele könnten in Zukunft deutlich häufiger ohne Konsole oder Computer auskommen.

Cloud-Gaming ist aktuell in aller Munde, so richtig an Fahrt hat der (gar nicht mal mehr so neue) Trend bisher aber nicht aufgenommen. Dabei sind mit Playstation Now und Geforce Now bereits zwei umfangreiche und voll funktionale Angebote seit geraumer Zeit am Markt. Das Prinzip ist einfach: Gegen eine monatliche Abo-Gebühr bekommen angemeldete Nutzer Zugang zu einer umfangreichen Spiele-Bibliothek, dessen Titel ohne Installation von den Servern der Anbieter ins heimische Wohnzimmer gestreamt werden können.

Während die verfügbaren Dienste bisher nur auf einer sehr eingeschränkten Auswahl an Endgeräten mit einer teils sehr durchwachsenen Perfomance laufen, verspricht Google mit seinem für den kommenden Herbst geplanten Streaming-Dienst den Befreiungsschlag von Konsole, PC und Flachbildfernseher. Dabei will Nvidia, mit Geforce Now einer der ersten großen Anbieter in der Sparte, offenbar nicht tatenlos zusehen und bringt den bisher nur eingeschränkt verfügbaren Dienst auf sämtliche Android-Geräte.

Auch hardwareseitig wurde für die neue Strategie ordentlich aufgerüstet. Demnach hat Nvidia neue RTX-Server in seinen Frankfurter Rechenzentrum-Standort in Betrieb genommen, wie es in der Mitteilung heißt. Die Technologie erlaubt neue Möglichkeiten bei der grafischen Darstellung von Spielen. So könnten über die neuen Server aufwendige Render-Techniken wie Raytracing implementiert werden, bei der die Darstellung von indirekter Lichtstrahlung für fotorealistische Ergebnisse sorgt. Ein genauer Starttermin wurde bisher nicht genannt, eine Anmeldung für die Betatest-Phase ist ab sofort möglich.

Bildquelle: Getty Images/iStock

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