Das Stuttgarter Start-up Naise entwickelt Sensoren, mit denen sich mobile Transportroboter steuern lassen.
In der Arena 2036 arbeiten Start-up-Firmen gemeinsam mit Projektpartnern aus der Industrie an den Themenfeldern Mobilität, Produktion, Arbeit und Digitalisierung. Mauern oder Trennwände wären in einer solchen Umgebung fehl am Platz. Die Mietflächen der einzelnen Start-up-Firmen aus dem Bereich Leichtbau und Industrie 4.0 sind daher nur mit Klebeband voneinander abgegrenzt.
Eine dieser abgeklebten Parzellen gehört der Naise GmbH. Das 2017 gegründete Start-up entwickelt und fertigt Sensoren für mobile Transportsysteme. In der Lagerlogistik werden die Sensoren beispielsweise genutzt, um Roboter an ihren Einsatzort zu navigieren oder um Gabelstaplerwege auf einem weitläufigen Betriebsgelände zu optimieren.
Mitgründer und Geschäftsführer Jens Heinrich unterscheidet drei wesentliche Anwendungsfelder für seine Sensoren: „Unsere Kommunikationstechnik hilft unseren Kunden dabei, mobile Roboter zu navigieren, Waren automatisch an einen bestimmten Ort zu befördern und die Position von Gegenständen in Gebäuden zu bestimmen.“
Die Sensoren des Start-ups werden vorwiegend im industriellen Umfeld eingesetzt. In der Produktionstechnik werden mobile Roboter beispielsweise an verschiedenen Standorten verwendet. Wenn die Roboter nun mit diesen Sensoren ausgestattet werden, können sie automatisch zwischen verschiedenen Produktionstischen hin und her navigieren. Dank der Funksteuerung über Radiofrequenzen mit Bandbreiten zwischen 500 Megahertz und 8,5 Gigahertz kann ihre Position zentimetergenau bestimmt werden.
Neben der Positionsbestimmung können mithilfe der Sensoren auch Transporte auf dem Betriebsgelände in Gang gesetzt werden. Mit Sensoren ausgestattete fahrerlose Förderfahrzeuge können Waren transportieren und an einem vorprogrammierten Zielort abliefern.
In der Innenraumlogistik kann man Waren mithilfe dieser Sensoren in weitläufigen Lagerhallen wiederfinden. Der Sensor gibt die Position zentimetergenau in Längen-, Breiten- und Höhenkoordinaten an.
Auch für mehr Sicherheit können die Sensoren sorgen – dank Kommunikation in Echtzeit. Ein Sensor auf einem fahrerlosen System hält bei entsprechender Programmierung nämlich beispielsweise den Mindestabstand zu einem anderen Sensor ein. Er kann auch eine Notfallortung auslösen, sobald eine mit einem Sensor ausgestattete Person länger als beispielsweise 20 Sekunden am Boden liegt. Wenn der Sensor entsprechend programmiert ist, kann das Kommunikationssystem dann ein Signal an andere Mitarbeiter in der Halle senden.
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