Unerschlüsselte Kommunikation ist nicht akzeptabel – erst recht nicht bei Gadgets für Kinder.
Mit der Enox „Safe-Kid-One” sollen Eltern immer genau wissen, wo sich ihre Kinder gerade aufhalten. Mehr noch: Über eine entsprechende App lasse sich per Kartenfunktion sogar der erlaubte Aufenthaltsbereich des Kindes eingrenzen – bei Verlassen des entsprechenden Bereiches würden die Eltern per Push-Mitteilung benachrichtigt. Über drei Kurzwahltasten könnten Kinder zudem direkt Kontakt mit ihren Erziehungsberechtigten aufnehmen. Funktionen, die für vorsichtige Eltern durchaus attraktiv klingen dürften, tatsächlich aber alles andere als Sicherheit mit sich bringen.
Die EU-Kommission warnt derzeit auf ihrer Webseite vor massiven Sicherheitslücken. So soll die Kommunikation mit dem Backend komplett unverschlüsselt laufen, der Server erlaube zudem unbefugten Zugriff auf private Daten. Dadurch könnten Informationen wie Standortverlauf, Telefonnummern oder Seriennummern problemlos abgerufen und manipuliert werden. Das führe nicht zuletzt dazu, dass Angreifer nicht nur in der Lage sind, mit dem Kind zu kommunizieren oder beliebige Nummer anzuwählen, sondern per GPS auch den Standort zu ermitteln. Die EU-Kommission fordert daher einen Rückruf der Uhren.
Bildquelle: Thinkstock/iStock