Rechenzentrum in Walldorf: Qualtrics gehört künftig zur Cloud Business Group von SAP.
Experience Management verspricht Unternehmen, in der vermehrt durch Erlebnisse bestimmten Geschäftswelt erfolgreich agieren zu können. Die XM-Plattform von Qualtrics sammelt Feedback und Daten in vier Unternehmensbereichen: Kunden, Mitarbeiter, Produkt und Marke. Gemäß der Vereinbarung soll SAP alle ausgegebenen Aktien für 8 Milliarden US-Dollar in bar erwerben. Der Konzern habe eine Finanzierung in Höhe von insgesamt 7 Milliarden Euro zur Deckung des Kaufpreises und der akquisitionsbedingten Kosten gesichert. Der Kaufpreis schließe offene Posten aus Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen und bilanziertes Barvermögen zum Zeitpunkt des Closing ein. Vorbehaltlich der üblichen Abschlussbedingungen und des Erhalts behördlicher Genehmigungen dürfte die Akquisition im ersten Halbjahr 2019 abgeschlossen sein. Die Gremien von SAP und Qualtrics haben die Transaktion genehmigt. Die Aktionäre von haben der Transaktion ebenfalls zugestimmt.
Beim Experience Management werden Kunden-, Mitarbeiter-, Marken- und Produktfeedback ganzheitlich erhoben und ausgewertet. Die Experience-Daten und -Erkenntnisse von Qualtrics zusammen mit den operativen Daten aus SAP-Systemen sollen es Kunden ermöglichen, ihre Lieferketten, Netzwerke, Mitarbeiter und Kernprozesse besser zu steuern. Gemeinsam man so das einzige Experience- und operative Daten „end-to-end“ verbindende Steuerungssystem für Unternehmen bereit stellen, wie es in der entsprechenden Mitteilung heißt.. Der XM-Spezialist erwartet für das Gesamtjahr 2018 über 400 Millionen US-Dollar Umsatz und zukünftige Wachstumsraten von über 40 Prozent. Nach erfolgreichem Abschluss der Akquisition sollen die bisherige Führungsstruktur, die Mitarbeiter, die Marke und die Unternehmenskultur erhalten bleiben. Das Unternehmen gehört künftig zur Cloud Business Group von SAP. Ryan Smith behält seine Position als CEO. Die Konzernzentralen in Provo, Utah, und Seattle, Washington, bleiben ebenfalls erhalten.
Bildquelle: Norbert Steinhauser/SAP SE