Um Angriffe zu unterbinden, ist eine Verschlüsselung der VoIP-Kommunikation unerlässlich.
In diesem Jahr erlebte man bislang einen regelrechten Quantensprung bei der Digitalisierung: Unmittelbar nach dem ersten Lockdown waren die Aktivitäten vieler Unternehmen darauf ausgerichtet, kurzfristig eine möglichst reibungslose Fortführung der Geschäftsaktivitäten sicherzustellen. Eilig wurden neue Technologien implementiert, seien es Software-Lösungen aus der Cloud, Datenbanklösungen oder Telefonie- und Collaboration-Tools.
Es zeigte sich: Viele Unternehmen waren schlichtweg nicht ausreichend auf einen solchen Krisenfall vorbereitet. Einer Umfrage des Security-Anbieters Fortinet zufolge verfügten nur rund 40 Prozent der Unternehmen vor der Pandemie über einen Business-Continuity-Plan. Natürlich stand die rasche Implementierung neuer Technologien unmittelbar nach dem Lockdown im Vordergrund. Aspekte wie die Ausfallsicherheit der genutzten Systeme wurden nachgelagert betrachtet. Umso mehr gilt es nun, bezüglich der Business Continuity nachzusteuern. Die erforderlichen Maßnahmen betreffen in erster Linie die Verfügbarkeit der notwendigen IT-Systeme, aber auch Parameter wie eine hohe Skalierbarkeit von Ressourcen, Reaktionsschnelligkeit bei der Fehleranalyse und ein umfassendes Monitoring. Faktoren, die in der gegenwärtigen Situation immer wichtiger werden.
Ein zentraler Baustein des Business-Continuity-Plans sollte zudem der Aspekt der IT-Sicherheit sein. Gerade im Homeoffice, wo das Wlan meist nicht so gut abgesichert ist wie das Firmennetzwerk, erhöhen sich die Gefahren. Besonders kritisch ist zudem die Verwendung privater Endgeräte – sei es das persönliche Notebook, das heimische Festnetztelefon oder das private Smartphone –, die nicht in das zentrale Endpoint-Management eingebunden sind. Die gute Nachricht: Lösungen für die Geschäftstelefonie im Homeoffice stehen bereit. So ist gerade das Telefonieren per Voice-over-IP (VoIP) für viele Unternehmen sehr attraktiv geworden. Doch mit zunehmender Verbreitung der Telefonie über IP-Netze steigen auch die Gefahren. Denn während die klassische Telefonie auf einer geschlossenen Punkt-zu-Punkt-Verbindung beruht, nutzt VoIP zur Übertragung das offene IP-Netz.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 11-12/2020. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Anders als im herkömmlichen Festnetz werden die Daten beim VoIP-Verfahren in einzelne Pakete zerlegt, separat übertragen und auf der Empfangsseite wieder zusammengesetzt. Im Prinzip gelangen so VoIP-Gespräche in einem gemeinsamen Datenstrom mit E-Mails, Webseiten und anderen Dateien zum Empfänger. All das schafft mehr Flexibilität, öffnet jedoch auch potenzielle Schwachstellen. Werden VoIP-Verbindungen über SIP ohne zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen aufgebaut und die Protokollinformationen unverschlüsselt übermittelt, können diese von Angreifern komplett eingesehen werden.
Um Angriffe zu unterbinden, ist eine Verschlüsselung der VoIP-Kommunikation unerlässlich. Hohen Schutz bietet hier die Kombination aus SIPS (Session Initiation Protocol Secure) und SRTP (Secure Real Time Transport Protocol). SIPS sorgt für einen verschlüsselten Verbindungsaufbau und schützt so Server und Client. Sprachdaten müssen zusätzlich mit SRTP abgesichert werden, das diese kodiert und in Datenpakete aufteilt. Anbieter wie die Auerswald GmbH & Co. KG liefern heute Kommunikationslösungen, bei denen sich ITK-Systeme und Endgeräte gegenseitig per Zertifikat ausweisen und somit bereits bei der ersten Inbetriebnahme verschlüsselte Konfigurationsparameter übertragen. So erfüllen die ITK-Systeme höchste Sicherheitsstandards.
Der Modern Workspace ist nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Corona-Krise zur gelebten Gegenwart geworden. Um als Unternehmen in Zeiten von Homeoffice und zunehmender Mobilität erfolgreich zu bleiben, ist eine umfassende und leistungsfähige Lösung für den ITK-Bereich Pflicht. Viele Verantwortliche müssen nach wie vor sicherstellen, dass sich ihr Unternehmen gegen Ausnahmesituationen künftig besser wappnet. VoIP-Security nimmt hierbei eine immer zentralere Rolle ein. Wer das erkennt und entsprechend handelt, minimiert die Sicherheitsrisiken für sein Unternehmen.
Bildquelle: Auerswald