Monsterjagd ohne juristische Zwischenfälle

Sicherheitstipps für Pokémon-Fans

Menschen jeden Alters pilgern mit blau angeleuchteten Gesichtern durch Straßen, Parks und Gebäude auf der Jagd nach Pokémon und dem nächsten Level. Damit die Jagd nicht im Rechtsstreit endet, gilt es einige Punkte zu beachten.

Pokémon Go

Fünf Tipps, um aus der Pokémon-Jagd keinen Rechtsstreit werden zu lassen.

Anja-Mareen Decker, Leiterin der Rechtsabteilung bei der Rechtsschutzversicherung Advocard, stellt die Top fünf der juristischen Stolperfallen beim Spielen von Pokémon Go vor.

Pokémon Go - Sicher am Arbeitsplatz?

Grundsätzlich ist man bei Privatangelegenheiten in der Arbeitszeit auf die Kulanz des Arbeitgebers angewiesen. In einigen Fällen kann es allerdings heikel werden: Nämlich dann, wenn beispielsweise Bilder vom Monster auf der Tastatur gemacht werden und damit möglicherweise die Geheimhaltungspflicht gegenüber dem Arbeitgeber verletzt wird. Oder wenn das Firmenhandy mit sensiblen Informationen zur Monsterjagd genutz wird – denn die Datenschutzbestimmungen der App sind sicher nicht im Sinne vieler Unternehmen.

Hausfriedensbruch bei der Jagd nach Pokémons

So sehr das Spiel auch dazu animiert, frei über Stock und Stein zu klettern – das unbefugte Betreten von Privatgelände ist Hausfriedensbruch. Egal wie anziehend ein Monster auf dem Fensterbrett des Nachbarn wirkt – Gärten, Auffahrten und Wege zur Haustür sollten nicht unbefugt betreten werden, sonst kann es Ärger geben.

Monsterjagd im Klassenzimmer

Achtklässler im Zaum zu halten, ist an sich schon eine Herausforderung. Handelt es sich dazu noch um junge Pokémon-Trainer, wird der Unterricht zur Aufgabe der besonderen Art. Doch Lehrer dürfen aufatmen, denn es ist ihnen erlaubt, Handys im Unterricht einzusammeln – Handyjagd statt Monsterjagd sozusagen. Sie setzen damit lediglich die Hausordnung der Schule durch, in der heutzutage die Handynutzung während des Unterrichtes meist untersagt wird. Sie müssen die Geräte allerdings am Ende des Schultages zurückgeben.

Eltern zahlen für ihre Kinder

Die App an sich ist zwar kostenlos, neue Pokébälle, Lockmodule oder Brutkästen können jedoch teuer werden – 100 Euro sind da schnell erreicht. Auch wenn das Kind die Einkäufe ohne Zustimmung der Eltern getätigt hat, kann es schwierig werden, das Geld zurück zu bekommen. In-App-Käufe sollten daher einschränkt werden.

Smartphone-Nutzung im Straßenverkehr

Während der Autofahrt ein Monster nach dem anderen zu fangen ist verlockend. Doch schon das bloße In-die-Hand-nehmen des Handys ist dem Fahrer verboten. Ein Bußgeld von 60 Euro und ein Punkt in Flensburg sind dann eine teure Investition für ein Pokémon. Auch Radfahrer sollten sich lieber auf den Verkehr konzentrieren, um Unfällen und Geldstrafen vorzubeugen. Selbst für Fußgänger können Bußgelder fällig werden, wenn diese durch Unachtsamkeit durch Handynutzung andere behindern.


Bildquelle: Nintendo

©2020Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok