Mobilgeräte im industriellen Umfeld

Smart Devices für die smarte Produktion

Gefördert durch die Bayerische Forschungsstiftung (BFS) wurde im Projekt „SmarDe’s@Work“ das Einsatzpotential von Smart Devices, etwa Smartphones, Tablets oder Smart Watches, in der Produktion analysiert, validiert und technisch im Rahmen eines Demonstrators implementiert. Die Ergebnisse sollen als Open-Source-Lösung frei zur Verfügung stehen und Unternehmen dabei unterstützen, die Herausforderungen der Digitalisierung von Produktionsprozessen zu bewältigen.

Smart Devices für die smarte Produktion

Mobile Devices, wie etwa smarte AR-Brillen, können auch in einem industriellen Umfeld eingesetzt werden. Wie dies aussehen kann, wurde im Projekt „SmarDe’s@Work“ untersucht.

Nahezu jeder nutzt im Alltag Smart Devices wie Smartphones oder Tablets. Smart Devices ermöglichen in vielen Situationen unabhängig von Zeit und Ort, gewünschte Informationen bereitzustellen sowie zu verarbeiten. Eine umfassende Nutzung im industriellen Umfeld ist bisher jedoch nicht gegeben. Dazu tragen neben Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der Wahrung von Firmengeheimnissen auch das Fehlen konkreter Handlungsempfehlungen zur Integration in bestehende Unternehmensstrukturen bei. Ebenso ist sowohl die Vielzahl als auch die Vielfalt am Markt erhältlicher Smart Devices und die Abhängigkeit bestehender Lösungen von speziellen Software-Systemen ein Hemmnis für Unternehmen.

Das Projekt adressiert die aktive Gestaltung der fortlaufenden Digitalisierung in produzierenden Unternehmen und greift damit die Herausforderungen, die sich aus einer steigenden Produkt- und Prozessdiversifizierung ergeben, durch eine bedarfsgerechte Unterstützung von Mitarbeitenden im Produktionsumfeld auf.

Wesentliche Beteiligte am Projekt waren die Fraunhofer-Projektgruppen Wirtschaftsinformatik (Fraunhofer FIT) und Prozessinnovation (Fraunhofer IPA), die vier Anwendungspartner BKW Kunststoff, Bittner Werkzeugbau, Dietz und Rehau sowie die beiden Entwicklungspartner Camline GmbH und Vogler Engineering.

Im Rahmen der zweijährigen Zusammenarbeit wurden bei den vier Anwendungspartnern insgesamt acht Anwendungsfälle mit hohem Einsatzpotential definiert, konzipiert und implementiert. Die Anwendungsfälle wurden vom Projektkonsortium so gewählt, dass sich diese mit geringem Aufwand auch auf andere Unternehmen und Branchen übertragen lassen. Ein Beispiel ist die verbesserte Rüstung einer Maschine durch eine schichtübergreifende Informationsweitergabe. In einem weiteren implementierten Anwendungsfall werden Mitarbeitende aktiv über einen Anlagenstillstand auf ihrem Smart Device informiert. Einerseits ist damit sichergestellt, dass Anlagenstillstände zeitnah bemerkt und behoben werden, anderseits können sich Mitarbeitende bei der parallelen Bedienung mehrere Maschinen ungestört auf ihre Aufgaben konzentrieren.

Bildquelle: Rainer Bez / Universität Stuttgart IFF / Fraunhofer IPA

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