Die Trennung von beruflichen und privaten Applikationen und Daten ist eine elementare Voraussetzung für sicheres ultramobiles Arbeiten.
Die einstigen Vorreiter stehen unter Druck. Notebooks und Laptops werden gerade von genau der Entwicklung überholt, die sie selbst eingeleitet haben. Bei der mobilen Arbeit werden sie zunehmend von Smartphones und Tablets verdrängt. Diese schleichende Verschiebung hat viele Gründe. Der wichtigste liegt wohl in der Tatsache begründet, dass die smarten tastaturlosen Alleskönner immer und überall verfügbar, dazu viel leichter und kompakter sind, aber trotzdem praktisch alles können, was ein Notebook zustande bringt. Die Arbeit wird so ultramobil, weil kein dediziertes Zusatzgerät mehr erforderlich ist.
Zusätzlich getrieben wurde und wird diese Entwicklung durch das Cloud Computing. Native und Browser-basierte Applikationen benötigen reduzierten Speicherplatz auf dem Mobilgerät. Dies verringert die technischen Einstiegshürden für ultramobiles Arbeiten enorm. Zudem kann so beruflich wie privat das gleiche Mobilgerät genutzt werden. Dadurch ergibt sich ein weiterer Vorteil: Nicht nur das Notebook wird überflüssig, es entfällt auch die Notwendigkeit, zwei separate Devices mit sich herumzutragen. Allerdings stehen Unternehmen hier vor einer großen Herausforderung. Der Komfortgewinn entwickelt sich zu einer anspruchsvollen Aufgabe, wenn es um die Trennung zwischen diesen beiden Sphären geht. Und die ist im ultramobilen Betrieb unverzichtbar.
Im Kontext professioneller Arbeit ist die strikte Einhaltung von Sicherheitsrichtlinien, Datenschutzmaßnahmen und Compliance-Vorgaben gesetzlich verpflichtend. Private Apps haben jedoch die unangenehme Eigenschaft, neugierig zu sein – ganz zu schweigen von der Anfälligkeit für Malware-Attacken. Spiele-, Social-Media- und Messaging-Apps greifen auf private Kontakte zu und lesen Metadaten aus, einfach weil diese Datenerfassung Teil ihres Geschäftsmodells ist. Und sie räumen sich bei der Installation auf dem Smartphone standardmäßig entsprechende Zugriffsrechte ein. Für den DSGVO-konformen Einsatz von Smartphones und Tablets ist diese Praxis inakzeptabel. Deshalb ist die Trennung von beruflichen und privaten Applikationen und Daten eine elementare Voraussetzung für sicheres ultramobiles Arbeiten. Dies erweist sich als besonders anspruchsvoll, wenn es um besonders schutzbedürftige Daten geht, wie sie beispielsweise dem Geheimhaltungsgrad „Verschlusssache – Nur für den Dienstgebrauch“ entsprechen. Dafür stehen bereits passende und zertifizierte (Container-)Lösungen, etwa SecurePIM von Materna Virtual Solution, zur Verfügung.
Um das ultramobile Arbeiten herum entsteht gerade ein rasant wachsendes Ökosystem mit dem Ziel, sämtliche Arbeitsabläufe mobil abzubilden. Integrationsversuche mit Smartwatches oder Virtual-Reality-Brillen (VR) sind ebenfalls gestartet. Smartphones haben spannendes Entwicklungspotenzial, beispielsweise zur Steigerung der Effizienz von Arbeitsabläufen oder für neue Anwendungsszenarien im Internet of Things (IoT). Bei einer solchen Betrachtung dürfen natürlich die Themen „Künstliche Intelligenz (KI)“ und „Machine Learning (ML)“ nicht fehlen. Vorstellbar sind beispielsweise KI-Anwendungen, die automatisiert Daten hinterlegen, Prozessketten selbständig optimieren oder im Hintergrund zeitraubende Routineaufgaben erledigen.
Das alles ist aktuell noch Zukunftsmusik, allerdings mit äußerst überschaubarer Halbwertzeit. Das Tempo mit dem sich ultramobile Arbeit entwickelt und verändert, ist enorm. Sie ist jetzt schon ein wichtiger Wettbewerbsfaktor und zugleich ein interessanter Aspekt beim Kampf um die besten jungen Köpfe. Und der könnte entscheidend sein.
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