Eco-Verband zieht Bilanz zur IFA

Smart Home braucht Sicherheit und Bandbreite

Die IT-Sicherheit im Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) hat laut einer aktuellen Expertenbefragung eine hohe Priorität. Sie ist entscheidend für den Markterfolg der auf der IFA präsentierten Smart-Home-Innovationen, erklärte der Eco-Verband anlässlich der Messe in Berlin.

Sprachassistenten werden zu zentralen Bestandteilen des smarten Zuhauses.

Sprachassistenten werden zu zentralen Bestandteilen des smarten Zuhauses.

Dies soll eine aktuelle Studie zum Thema belegen. Dabei sei die wachsende Durchdringung der deutschen Haushalte mit Smart-Home-Services der Treiber einer breiten gesellschaftlichen Digitalisierung, deren Basis Sicherheit und Vertrauen bilden. Laut der Studie „Der deutsche Smart-Home-Markt 2017-2022. Zahlen und Fakten“ vom Eco – Verband der Internetwirtschaft e. V. und Arthur D. Little liegt die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate in den kommenden vier Jahren bei 26,4 Prozent. Die höchsten Umsätze werden dann in den beiden Marktsegmenten Energiemanagement mit 1,3 Mrd. Euro und Licht- und Fenstersteuerung mit 1,2 Mrd. Euro generiert. Der Markt für Unterhaltungselektronik soll bis 2022 durchschnittlich um 21,8 Prozent pro Jahr wachsen. Insgesamt hat die Studie sechs Segmente untersucht.

Sprachassistenten schaffen Smart-Home-Ökosysteme


Ob Haushaltsgeräte, Sicherheit und Zugangskontrolle, Unterhaltung oder Gesundheit und betreutes Wohnen: Der größte Nutzen entsteht, wenn unterschiedliche Systeme in einem Smart-Home-Ökosystem zusammengefügt werden und sich dort zentral steuern lassen. „Im Smart Home sind alle Geräte im und ums Haus vernetzt und interagieren intelligent“, so Eco-Geschäftsführer Harald A. Summa. Das Internet bilde dafür die Grundlage, denn es verbinde die Geräte miteinander und ermögliche ihnen den Datenaustausch. Die Intelligenz hingegen entstehe durch die Analyse von Nutzungsdaten und die Kombination mit Kontextdaten zur Verbesserung der Funktionalität und Steigerung der Bedienerfreundlichkeit.

Sprachassistenten ermöglichen es, verschiedene Smart-Home-Anwendungen zu steuern; sie werden zu zentralen Bestandteilen des smarten Zuhauses. „Alexa oder Google Home kombinieren Künstliche Intelligenz und fortgeschrittene Spracherkennung, integriert in häusliche Geräte wie Waschmaschinen, Kühlschränke oder Überwachungsanlagen“, so Summa weiter.

Bandbreiten sind für Smart Home Wettbewerbsfaktor


Allerdings bedarf es dazu noch erheblicher Investitionsanstrengungen in eine digitale Infrastruktur. „Die rasante Entwicklung des Smart-Home-Markts zeigt eindrücklich, wie stark die Anforderungen an die digitalen Infrastrukturen in Deutschland wachsen. Um dem auch zukünftig gerecht zu werden, braucht es jetzt die richtigen politischen Weichenstellungen und Investitionen in das Gesamtökosystem digitaler Infrastrukturen“, ergänzt Dr. Belá Waldhauser, CEO Telehouse/KDDI Deutschland GmbH.

Auch im Vergleich mit anderen EU-Ländern fristen beispielsweise Glasfaseranschlüsse in Deutschland ein Nischendasein mit einem Marktanteil im niedrigen einstelligen Bereich. Das ist bedenklich, da der flächendeckende Glasfaserausbau auch beim künftigen Ausbau des mobilen Internets mit 5G-Technologie eine Grundvoraussetzung ist. „Deutschland droht hier mittelfristig ins Hintertreffen zu geraten“, so Waldhauser.

Bildquelle: Thinkstock/iStock

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