„Herausforderungen intelligent angehen“

Smarte Technologien in der Stadt

„Smarte Technologien werden sicherlich in sämtlichen Bereichen der modernen Stadt einziehen“, so Jens Lappoehn, Geschäftsführer von Telefónica Next, im Interview. „Denn bei stetigem Zuzug in boomende Metropolregionen müssen wir die Herausforderungen intelligent angehen.“

Jens Lappoehn, Geschäftsführer von Telefónica Next

„Herr über die Daten sollte immer der sein, von dem sie stammen“, betont Jens Lappoehn, Geschäftsführer von Telefónica Next.

Herr Lappoehn, für welche städtischen Bereiche bzw. Handlungsfelder sind smarte Technologien überhaupt interessant? Welche Chancen und Möglichkeiten ergeben sich durch deren Einsatz?
Jens Lappoehn:
Smarte Technologien werden sicherlich in sämtlichen Bereichen der modernen Stadt einziehen, denn bei stetigem Zuzug in boomende Metropolregionen müssen wir die Herausforderungen intelligent angehen. Dazu gehören vor allem der Verkehr, die Luftqualität und der Wohnraum. An Lösungen im Bereich der ersten beiden arbeiten wir bereits. Dafür nutzen wir u.a. die Daten, die in unserem Mobilfunknetz ohnehin anfallen. Immer wenn ein mobiles Endgerät mit dem Netz kommuniziert, entsteht ein Datenpunkt. Aus den fünf Milliarden Datenpunkten jeden Tag berechnen wir anonymisierte Bewegungsströme der deutschen Bevölkerung. Das Wissen, wie sich Menschen bewegen, ist für Städte eine sehr wichtige Information, um ihren Verkehr besser zu planen. Verkehrsbetriebe wiederum können so ihr Angebot entsprechend dem Bedarf anpassen. Im Projekt Protrain in Berlin arbeiten wir beispielsweise aktuell mit weiteren Partnern daran, den Nahverkehr in Berlin-Brandenburg zu optimieren. Über die Bewegungsströme lässt sich auch auf das genutzte Verkehrsmittel schließen und so die Emissionen berechnen. Dass das funktioniert, hat unser Pilotprojekt in Nürnberg gezeigt. Mithilfe der Analysen können Städte emissionsreduzierende Maßnahmen planen und bewerten.

Wer hat letztlich das Sagen in den Smart Cities? Wer ist hier Herr über die Daten?
Lappoehn:
Herr über die Daten sollte immer der sein, von dem sie stammen. Wir bei Telefónica Deutschland vertreten die Meinung, dass die Menschen die Hoheit über ihre Daten behalten und selbst entscheiden können, für was sie genutzt werden. Wenn sie sehen, dass Sinnvolles mit ihren Daten geschieht, dann werden sie auch eher bereit sein, ihre Daten für solche Projekte zur Verfügung zu stellen. Und wenn jemand das nicht möchte, dann muss das auch möglich sein. Deshalb fördern wir den Diskurs rund um die Verwendung von Daten bei Veranstaltungen im Telefónica Basecamp in Berlin und lassen auch kritische Stimmen zu Wort kommen. Im Juli debattierten unser CEO Markus Haas u.a. mit dem Geschäftsführer von Drivenow und dem Publikum zur Datenverwendung in der Smart City.

Bildquelle: Telefónica Next

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