Keine Reise ohne mobiles Endgerät

Smartphone und Tablet werden zum mobilen Reiseführer

Mobile Endgeräte sind „Allrounder“ ­– in der Arbeitswelt ebenso wie im Privaten. Wenn es hierbei um das Thema „Reisen“ geht, gibt es eine klare Priorisierung: Tablets werden in erster Linie für die Suche nach Inspirationen verwendet, das handliche Smartphone ist schließlich der ideale Begleiter für den Urlaub.

Es sscheint als hätte der traditionelle Reiseführer ausgedient, denn bereits 44 Prozent aller Reisender greifen vor Ort auf das Smartphone zur Orientierung zurück.

Bereits heute nutzen acht von zehn deutschen Reisenden mobile Technologien am Ferienort, weltweit liegt die Quote bei 87 Prozent – so die aktuelle Mobile- und Social-Trend-Studie von Tripadvisor. Viele verwenden das Smartphone – als erste Wahl vor dem Tablet – bereits als eine Art mobilen Reiseführer am Urlaubsort: 44 Prozent der weltweit Befragten greifen darauf zurück, um sich vor Ort zurechtzufinden. Denn in nahezu jedem modernen Smartphone sind Sensoren zur Bestimmung des Erdmagnetfeldes und damit der Himmelsrichtung eingebaut. 36 Prozent nutzen zudem ihr mobiles Gerät bei der Suche nach Restaurants, fast jeder dritte sucht damit nach Sightseeing-Tipps und nahezu jeder vierte nutzt es für die Hotelsuche sowie zum Lesen von Bewertungen. Einer Phocuswright-Studie zufolge würde mehr als die Hälfte der Befragten weltweit und deutschlandweit kein Hotel buchen, ohne zuvor Erfahrungsberichte zu diesem Objekt gelesen zu haben. Das zeigt, dass die Meinung Dritter einen
enormen ­Einfluss auf das Reiseverhalten jedes einzelnen hat. Vor allem setzt die „Weisheit der Vielen“ auch an einem Aspekt an, der für viele der Befragten laut Tripadvisor-Studie ebenfalls bedeutsam ist: Jeder dritte nutzt das Handy aus „sozialen“ Gründen.

Social Media spielt für den mobilen Weltenbummler in zweierlei Hinsicht eine Rolle: zum einen, um Tipps von Freunden und der Familie zu erhalten; zum anderen,  um keine Neuigkeiten aus der Heimat zu verpassen. Darüber hinaus spielt die Möglichkeit, die eigenen Erlebnisse mit Freunden und der Familie in Echtzeit teilen zu können, eine große Rolle. Die Verzahnung zwischen Mobile und Social Media ist also besonders beim Reisen stark.

Schwindende ­Roaming-Gebühren

Zugute kommt den Reisenden hierbei, dass die Zusatzkosten für die Handynutzung im europäischen Ausland ab dem 1. Juli 2014 schrittweise abgebaut werden sollen. Das wird zur Folge haben, dass Privat- und Geschäftsreisende verstärkt Aktivitäten am Urlaubsort direkt buchen werden, also erst bei Ankunft statt vorab. Dadurch wird auch die Nachfrage nach mobilen Buchungsoptionen steigen, genauer gesagt, die Möglichkeit, Hotelverfügbarkeiten und -preise durch Internetbuchungsmaschinen auf Smartphones und Tablets anzuzeigen. So wird es möglich sein, Erlebnisse und Erfahrungen nach oder während der Reise zu teilen. Natürlich wird auch das Interesse an neuen smarten Features wie digitalen Postkarten oder selbst erstellten Guides geweckt.

Auch wenn die Entwicklung zur vollständigen Auflösung der Roaming-Gebühren noch etwas dauert, kann man bereits heute im Ausland mobil sein und Zusatzkosten vermeiden: Zum einen lassen sich zahlreiche mobile Anwendungen im Heimnetz herunterladen und vor Ort offline nutzen. So funktionieren z.B. manche Stadtführer-Apps, mit denen Stadtrundgänge am Urlaubsort durchgeführt oder Tipps rund um Essen, Unterkunft und Vergnügen abgerufen werden können. Hilfreich sind auch App-Hinweise zu Konnektivität und WLAN-Hotspots in den bereisten Städte.

Fehlende ­IT-Kenntnisse

Die Hoteliers weltweit haben allerdings z.B. noch Aufholbedarf, so die Ergebnisse der Mobile- und Social-Trend-Studie, wenn es darum geht, die Bedürfnisse der Reisenden in puncto „mobile“ zu erfüllen. Denn trotz hoher Nachfrage bietet knapp ein Drittel der Betriebe weltweit keine Angebote für den online-affinen Globetrotter an. Als Gründe hierfür gibt ein Großteil der Befragten (77 Prozent) fehlende Ressourcen oder IT-Kenntnisse an. Der Blick nach Deutschland zeigt aber, dass bereits über 40 Prozent der teilnehmenden Hotel- und Gastronomiebetriebe über mobiloptimierte Webseiten sowie mobile Buchungsoptionen verfügen.

 

Bildquelle: Thinkstock/ Fuse

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