Der Druck auf Unternehmen, in der IT nachhaltiger zu handeln, wächst.
Es ist kein Geheimnis mehr, dass die ITK-Branche für etwa 4 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich ist. Das ist mehr als die zivile Luftfahrt verursacht. Der Druck auf Unternehmen seitens Investoren und Mitarbeiter wächst daher, auch in der IT nachhaltiger zu handeln. Um ökologische und ökonomische Ziele im Bereich Website- und App-Management intelligent zu kombinieren, könnte sich die Zusammenarbeit mit einem Platform-as-a-Service-Anbieter (PaaS) lohnen. Unternehmen sollten sich dazu folgende Fragen stellen:
Die Menge der zu verarbeitenden Daten nimmt weiter zu. Viele Unternehmen schaffen daher immer mehr Hardware an. Diese kostet Geld und Energie. Vermeiden lässt sich das im Bereich Entwicklung, Skalierung und Betrieb von Websites und Apps durch die Zusammenarbeit mit einem PaaS-Partner. Damit können Kunden auf die Infrastruktur des Partners zurückgreifen und dessen Kapazitäten nutzen. PaaS-Anbieter geben Zugang zu einer Vielfalt an Anwendungen und ermöglichen einen Zugriff auf alle möglichen Tools, ohne dass Kunden dafür eine eigene Infrastruktur bereitstellen oder verwalten müssen. Das spart nicht nur Kosten, die mit dem Auf- bzw. Ausbau und der Wartung einer lokalen Infrastruktur verbunden sind – sondern auch Ressourcen.
PaaS-Anbieter stellen häufig Beobachtungs- und Überwachungstools zur Verfügung und geben im Idealfall Empfehlungen zum Quellcode sowie Beschreibungen, wie er optimiert werden kann. So können IT-Teams Ladezeiten messen und Engpässe identifizieren. Diese Optimierung führt zu einer besseren Leistung und geringeren Emissionen. Green Coding – also auf Nachhaltigkeit angelegtes Programmieren – wird zukünftig immer wichtiger werden. Denn die Optimierung einzelner Codezeilen hat auf den ersten Blick nur begrenzte Auswirkungen. Bei einem Code, der wiederholt verwendet wird, kann der Gesamteffekt beachtlich sein und zu einer Verringerung des Energieverbrauchs führen.
Oftmals nutzen Unternehmen nur 15 bis 40 Prozent ihrer Serverkapazitäten. Sie behalten Server-Space bereit, um für Belastungsspitzen ausreichend gerüstet zu sein. Die restliche Zeit sind diese jedoch ungenutzt. IT-Fachleute sollten daher die Auslastung ihrer Unternehmensserver prüfen und checken, ob es nicht eine sparsamere Lösung gibt. Denkbar ist die Nutzung der Infrastruktur des PaaS-Anbieters. Das gibt gleichzeitig Sicherheit und Flexibilität: Es erlaubt Unternehmen zu skalieren, wann immer es nötig ist, und gleichzeitig nutzen sie nur so viel Kapazität wie benötigt wird. Laut der Agentur Greenly können Unternehmen ihren Energieverbrauch so um das Zehnfache senken.
Auch Green Hosting spielt eine Rolle. Unternehmen sollten sich darum kümmern, wo ihre Daten gehostet werden. Die notwendige Transparenz dafür liefern ebenfalls moderne Plattformanbieter. Sie veröffentlichen auf ihren Dashboards Informationen zu den Rechenzentren der Anbieter. Ein Vergleich der Webhosting-Anbieter lohnt sich durchaus: Denn neben konventionellen Servern, die nicht mit ökologisch erzeugtem Strom arbeiten, bieten immer mehr Anbieter von Hosting umweltfreundliche Alternativen. Ein Rechenzentrum in Schweden, das mit Ökostrom betrieben wird, stößt beispielsweise bis zu zehnmal weniger CO2 pro KWH aus als ein Rechenzentrum, das mit Kohlestrom betrieben wird. Auch das ist ein Baustein einer gezielten Reduktionsstrategie.
Dies ist ein Artikel aus unserer Online-Ausgabe 1-2/2023. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo der Print-Ausgabe.
Die Herausforderungen von IT-Teams heute sind immens. Die Anzahl der Websites und Webanwendungen von Unternehmen wachsen stetig. Und damit Anwendungsentwicklung, -test und -deployment sowie die Komplexität durch Datenschutzrichtlinien oder steigende Sicherheitsanforderungen. So können etwa Anbieter wie Platform.sh darin unterstützen, den Aufwand beim Managen von Websites und Apps zu reduzieren und sie effizienter zu machen.
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