Update: Neue Pläne

So soll der neue Google Campus aussehen

Die Pläne für Googles neuen Campus stammen von zwei europäischen Architekten. In Mountain View soll eine grüne (Arbeits-)Welt und keine Machtdemonstration entstehen. Doch es gibt Kritiker.

Update: Anfang 2015 zeigte Google Entwürfe seines neuen Hauptquartiers in Mountain View. In neuen Unterlagen gibt es nun nur noch eine einzige Glasddachkonstruktion, die mit Solarzellen versehen ist. Im ersten Entwurf waren vier Gebäude mit kleineren Glasdächern zu sehen. Die Gemeindeverwaltung von Mountain View hat die neuen Unterlagen für das Bauvorhaben hier veröffentlicht. Es geht um rund 55.000 Quadratmeter Bürofläche plus 4.100 Quadratmeter Innenraumbegrünung, 1.200 Parkplätze, 660 Plätze für Fahrräder, 440 Fahrradständer und 400 Plätze für Bike-Sharing.

Ursprünglicher Artikel, März 2015:

Google hat Pläne für einen neuen Campus auf seinem Firmengelände vorgestellt. Die Pläne wurde beim City Council von Mountain View, dem Hauptsitz des Unternehmens, eingereicht.

Die Neubauten - wohlgemerkt auf Flächen, die bereits Google gehören - werden vom dänischen Architekten Bjarke Ingels (BIG) aus Kopenhagen und Thomas Heatherwick (Heatherwick Studio) aus London geplant. Keine Unbekannten, aber auch keine Altmeister wie etwa Norman Foster, der die Apple-Zentrale plant. Statt "unbeweglicher Betonbauten" schlagen die europäischen Architekten leichte, luftig-transparente Strukturen vor, die je nach Bedarf versetzt werden können.

Große lichtdurchlässige Schirme sollen Flächen überdachen und das Innenraumklima steuern, aber viel Licht und Luft hereinlassen. Mit Bäumen, Wiesen, Cafés und Radwegen quer durch diese Strukturen will Google den Unterschied zwischen Gebäuden und Natur verwischen, so der Konzern selber.  Google setzt auf erneuerbare Energien und will im Projekt natürlich auch an den Schutz der Lebensräume der ortsansässigen Eulen denken. Nach der Fertigstellung soll der Campus übrigens auch Betriebsfremden und anderen Unternehmen offen stehen.

Im Video mit den Entwürfen versinkt gar ein Beton-Gebäude in Staub und Asche. Das Ziel von Google, wie die NZZ analysiert, ist keine wehrhafte Trutzburg und keine in Beton gegossene Machtdemonstration - sondern eine grüne, heile (Arbeits-)Welt der Zukunft. Und dass sei durchaus Tarnung für einen der mächtigsten Konzerne der Welt, so die NZZ weiter. 

Es gibt auch heftig Kritk an dieser Art der Architektur: Financial Times Kritiker Edwin Heathcote zum Beispiel lässt kein gutes Haar an den sterilen Entwürfen, die nicht Stadt, nicht Land seien, sondern eine dystopische Zukunft. Zusammenfassung der Kritik hier und hier.

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