Beschleunigter Bezahlvorgang

So trägt innovatives Payment zum Smart Retail bei

Im Kommentar erklärt Björn Hoffmeyer, CCO bei Payone, warum die Digitalisierung des Bezahlwesens eine Chance für den stationären Handel ist, und welche Kundenwünsche die maßgeblichen Innovationstreiber sind.

Beschleunigter Bezahlvorgang

Björn Hoffmeyer ist seit 2019 als CCO bei Payone tätig und dort insbesondere für Digitalisierung und innerbetriebliche Effizienzsteigerung verantwortlich.

Wie unsere aktuelle Verbraucherstudie belegt, wünschen sich die befragten deutschen Konsumenten vor allem eines an der Kasse: eine deutliche Beschleunigung des Bezahlvorgangs. Gut illustriert wird dies durch die Aussage von 28 Prozent der Umfrageteilnehmer, dass es ihnen Peinlichkeit bereite, wenn andere Kunden in der Kassenschlange durch die eigene Bezahlweise zum Warten gezwungen seien. Dabei reagieren besonders die jüngeren Zielgruppen deutlich sensibler als die älteren Jahrgänge: 39 Prozent der befragten 18-29-Jährigen sehen sich nur ungern mit einer solchen Situation an der Kasse konfrontiert.

Online trifft auf stationären Einzelhandel

Wir beobachten die konsequente Fortführung der Online-Shopping-Logik, die auf maximaler Schnelligkeit bei zugleich größtmöglicher Bequemlichkeit beruht. Ein Produkt jederzeit, zügig und unkompliziert zu erwerben, das wollen Verbraucher nun auch am stationären Point of Sale.

Zahlen wie diese sind es, die manche Online-Verfechter dazu veranlassen, das Ende des stationären Einzelhandels auszurufen. Fatalismus, der fehl am Platz ist, wenn Händler Kundenwünsche wie die nach einem zügigeren Bezahlvorgang u.a. in der Ladengestaltung reflektieren und schon heute nach Lösungen suchen. Die Zeit dafür ist reif, denn wie die Studie offenbart, sind die deutschen Verbraucher zugleich sehr viel Technologie-affiner, als man vielleicht denken würde.

Den Bezahlvorgang in die eigene Hand nehmen

Das zunehmend populäre kontaktlose Zahlen ist nur ein erster Schritt. Händler sind gut beraten, wenn sie auf Self Scanning setzen und bestehende Kassensysteme entsprechend aufrüsten: Bereits zwei Drittel aller 18-39-Jährigen gehen bevorzugt zu Self-Scanning-Stationen. Nehmen Kunden den Bezahlvorgang in die eigene Hand, können Einzelhändler zusätzlich von einer spürbaren Zeitersparnis profitieren; Zeit, die in eine innovative Ladeninszenierung fließen kann, etwa in eine attraktive Warenpräsentation oder die Integration von Gaming-Elementen mithilfe so boomender Technologien wie Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR).

Ähnlich sinnvoll ist die automatisierte Zustellung des Kassenbelegs per Smartphone an die persönliche E-Mail-Adresse. Auch kann die automatische Gutschrift von Bonus- respektive Treuepunkten oder die Teilnahme an einem Gewinnspiel helfen. Schöner Nebeneffekt: Konsumenten nehmen solche Aktionen vor allem als nutzerorientierten Service wahr – ein wertvolles Instrument zur Stärkung der Kundenbindung.

Dies ist ein Artikel aus unserer Online-Ausgabe 3-4/2023. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo der Print-Ausgabe.

Dabei ließe sich noch ein Schritt weitergehen, beispielsweise durch die Möglichkeit, vor Verlassen eines Geschäftes automatisch zu bezahlen. Und umgekehrt, ein Geschäft rund um die Uhr zu betreten, z.B. mittels biometrischer Identifizierung per Gesichtserkennung? Auch das ist, geht man vom Willen der Verbraucher aus, kein abwegiges Szenario. Schon rund ein Drittel aller befragten Deutschen würde dies in Anspruch nehmen – die Folge wären Geschäfte, die rund um die Uhr geöffnet haben. Doch bis es so weit ist, müssen noch einige technologische und vor allem juristische Bedingungen stimmen.

Online- und stationäres Shopping können weiterhin parallel bestehen, insbesondere dann, wenn letzteres den Ruf der Kunden nach mehr Schnelligkeit ernst nimmt und schon heute geeignete Maßnahmen ergreift.

Bildquelle: Payone

©2026Alle Rechte bei MEDIENHAUS Verlag GmbH

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Infos finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

ok