Konkurrenzkampf mit Apple

So will Spotify sein Angebot für Gratisnutzer verbessern

Der Musikstreaming-Anbieter Spotify macht sein Gratisangebot im harten Konkurrenzkampf mit Apple etwas attraktiver.

Spotify hatte nach jüngsten verfügbaren Zahlen von Ende 2017 gut 70 Millionen zahlende Abokunden. ((Foto: Britta Pedersen))

Spotify hatte nach jüngsten verfügbaren Zahlen von Ende 2017 gut 70 Millionen zahlende Abokunden. ((Foto: Britta Pedersen))

Nutzer der kostenlosen Variante bekommen künftig die Möglichkeit, zumindest in 15 Playlisten auch einzelne Songs direkt anzusteuern, wie Spotify am Dienstag in New York ankündigte. Bisher stand ihnen grundsätzlich nur die Wiedergabe in zufälliger Reihenfolge mit Einschränkungen beim Überspringen von Titeln zur Verfügung.

Spotify hatte zuletzt – auch unter dem Druck der Musikindustrie – den Fokus stärker auf Abokunden gelegt und dabei die Gratisvariante zum Teil geschwächt. So ließ der Dienst vor einem Jahr zu, dass neue Alben zunächst nur in der kostenpflichtigen Premiumversion verfügbar sein können.

Zugleich hatte Gründer und Chef Daniel Ek die kostenlose Version von Spotify über die Jahre vehement gegen Kritik aus der Musikbranche verteidigt und betont, dass sie ein zentrales Argument sei, um Nutzer für das Streaming zu gewinnen, die später zu zahlenden Abokunden werden können. Spotify hatte nach jüngsten verfügbaren Zahlen von Ende 2017 gut 70 Millionen zahlende Abokunden und fast 90 Millionen Nutzer der Gratisvariante insgesamt.

Apple verzichtet im Gegensatz zu Spotify ganz auf eine werbefinanzierte kostenlose Version des Musikdienstes. Der iPhone-Konzern kam zuletzt auf 40 Millionen Kunden in seinem Konkurrenzdienst Apple Music – könnte aber nach Einschätzung einiger Branchenbeobachter Spotify im Sommer zumindest im US-Markt überholen.

Eine weitere Ankündigung zeigt, dass Spotify auch stärker auf Nutzerfang in Schwellenländern gehen will: Die neue App bekommt einen Modus, in dem sie deutlich weniger Daten über das Mobilfunknetz zieht. Das Streaming, bei dem Songs direkt aus dem Netz abgespielt werden, ist der große Wachstumstreiber im Musikgeschäft und beschert der jahrelang gebeutelten Branche wieder deutliche Umsatzzuwächse.

dpa/ls

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