Collaboration-Plattform

Social Intranet goes mobile

Interview mit Maria Krautzig, Referentin Kommunikation und Marketing bei der Hüttenes-Albertus Chemische Werke GmbH, über die Einführung eines Social Intranet und den hohen Stellenwert der mobilen App

  • Logistik der Hüttenes-Albertus Chemische Werke GmbH

    Hüttenes-Albertus ist ein führender Hersteller von chemischen Produkten für die Gießerei-Industrie.

  • Maria Krautzig, Hüttenes-Albertus Chemische Werke

    Maria Krautzig, Referentin Kommunikation und Marketing bei der Hüttenes-Albertus Chemische Werke GmbH

Frau Krautzig, welche Gründe sprachen für die Einführung einer neuen Kommunikationsplattform gemeinsam mit der Hamburger Digitalagentur Hirschtec in Ihrem Unternehmen?
Maria Krautzig:
Unsere Unternehmensgruppe ist in den vergangenen Jahren vor allem international stark gewachsen. Der schnelle Austausch von Informationen und Wissen innerhalb der Gruppe sollte dennoch gewährleistet bleiben. So entstand der Wunsch nach einer Plattform, die die Zusammenarbeit unserer internationalen Teams nicht nur ermöglicht, sondern erleichtert und verbessert bei gleichzeitiger Reduzierung des E-Mail-Verkehrs.

Im Zuge solcher Veränderungen ist es außerdem wichtig, die interne Kommunikation entsprechend anzupassen und auszubauen. In unserem Fall hieß das, dass wir die bestehenden Kanäle der internen Kommunikation auf einer modernen Plattform bündeln und dort weiterentwickeln wollten. Wirklich alle Mitarbeiter sollten Zugang zu aktuellen, relevanten Unternehmensnachrichten erhalten. Nicht zuletzt spielte auch das Thema Datensicherheit eine Rolle bei der Entscheidung. Wir wollten zur Nutzung von Anwendungen wie Whatsapp eine gute Alternative bieten.

Worauf legten Sie bei der Auswahl der neuen Lösung besonderes Augenmerk?
Krautzig:
Um eine gruppenweite, länder- und bereichsübergreifende Vernetzung zu erreichen, war es wichtig, dass die Plattform ein mehrstufiges Konzept zur Kollaboration anbietet bei gleichzeitig hoher Bedienerfreundlichkeit. Damit einher ging, dass es ein feinmaschiges Berechtigungskonzept geben musste, um einerseits den Zugriff auf die Kollaborationsräume steuern und andererseits Informationen an die entsprechenden Zielgruppen im Unternehmen ausspielen zu können. Nicht zuletzt wollten wir die Möglichkeit haben, die verschiedenen Anwendungen, die es im Unternehmen gibt, auf einer Oberfläche im Sinne einer Plattform zusammenführen zu können. In Summe haben wir eine Kombination aus klassischem und Social Intranet gesucht.

Welche Rolle spielt die mobile Verfügbarkeit des neuen Portals?
Krautzig:
Die mobile Verfügbarkeit war ein sehr wichtiges Kriterium für uns. Ein Großteil unserer Mitarbeiter arbeitet nicht an einem Rechnerarbeitsplatz, sondern in der Produktion. Dazu kommen weitere Kollegen und Führungskräfte, die viel reisen. Somit gibt es einen großen Kreis von Mitarbeitern, die man über ein klassisches Intranet oder per Mail nur schwer oder gar nicht erreicht. Gleichzeitig sind sie natürlich extrem wichtig für den Erfolg des Unternehmens und müssen jederzeit in den Kommunikations- und Informationsfluss innerhalb unserer Unternehmensgruppe eingebunden werden. Diese Anforderung lässt sich am besten über eine App auf dem Smartphone abbilden.

Welche Mitarbeiter und Abteilungen arbeiten von unterwegs mit der neuen Plattform?
Krautzig:
Das sind vor allem unsere Führungskräfte sowie die Mitarbeiter im Vertrieb und der Technischen Planung, die auf ihren Dienstreisen Zugriff auf News, Informationen und Dokumente benötigen.

Welche Funktionen werden hierbei vor allem mobil genutzt?
Krautzig:
Von unterwegs werden vor allem die projektspezifischen Daten und Unterlagen genutzt, die in den Kollaborationsräumen (Workspaces) hinterlegt sind. Die Chatfunktion ist in diesem Kontext ebenfalls sehr nützlich, da sie eine unkomplizierte Kommunikation über Länder und Zeitzonen hinweg ermöglicht. Aber auch andere Informationen, wie Schichtpläne oder auch das Bundesliga-Tippspiel werden mobil aufgerufen.

Wie werden mobile Sicherheit, Authentifizierung und Zugriffsrechte im Projekt realisiert?
Krautzig:
Bei der mobilen Nutzung muss man natürlich Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit gegeneinander abwägen. Jeder User bekommt für seine Anmeldung im Intranet individuelle Zugangsdaten und hat klar definierte Lese- und Schreibrechte. Sensible Informationen finden die Nutzer ausschließlich in den Workspaces, zu denen wiederum nur ein bestimmter Personenkreis Zugang hat. Die Daten sind also mehrfach geschützt. Gleichzeitig können wir so die Nutzerfreundlichkeit erhalten.

Ein Blick nach vorne: Welche weiteren Projekte sind in Zukunft mit Hirschtec im mobilen Bereich geplant?
Krautzig:
Aktuell läuft bei uns der Rollout in die internationalen Tochtergesellschaften. Wenn dieser erfolgreich abgeschlossen ist, wird bei uns der Fokus darauf liegen, im Unternehmen vorhandene Anwendungen und Tools in unser Intranet zu integrieren.

Hüttenes-Albertus ...

... ist ein international führender Hersteller von chemischen Produkten für die Gießerei-Industrie. Das Unternehmen beschäftigt in Deutschland 480 Mitarbeiter an sechs Standorten, davon 220 am Produktionsstandort Hannover. Weltweit tragen insgesamt fast 2.000 Mitarbeiter in über 30 Ländern zum Erfolg der HA-Gruppe bei. Sie entwickeln und produzieren gießereichemische Lösungen für alle gängigen Kern- und Formherstellungsverfahren. Die mithilfe von HA-Bindersystemen hergestellten Gussteile sind das Herzstück u. a. von Automotoren, Windkraftanlagen und Industriemaschinen.

Bildquelle: Hüttenes-Albertus

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