Wann die ersten Drohnen die Pakete bis an die Haustüren liefern, ist noch ungewiss. Denn bis zum Abschluss stehen noch Tests an, um das Potenzial von Drohnen in Verbindung mit einem 5G-Netz zu erforschen.
Das Projekt soll dabei helfen, die Herausforderung der letzten Meile zu bewältigen und eigenständige Lieferungen mit der Kommunikation über ein 5G-Netz zu ermöglichen. Die gewonnenen Forschungsdaten könnten für den Betrieb autonomer Drohnen entscheidend sein.
Die Paketlieferung per Drohne wird von großen Unternehmen wie Amazon oder DHL seit Jahren getestet. Doch sobald mehrere der Flugroboter gleichzeitig unterwegs sind, entsteht ein potenzielles Problem: Ohne die Möglichkeit, miteinander zu kommunizieren, besteht die Gefahr, dass die Drohnen kollidieren. Das Forschungsprojekt untersucht daher Möglichkeiten, die Flugrouten genauer zu planen. Dazu nutzt das Projekt ein leistungsstarkes 5G-Funknetz der Telekom, um die Kommunikation zwischen den einzelnen Drohnen in Echtzeit zu ermöglichen.
5G bietet gegenüber LTE entscheidende Vorteile: Dazu gehört eine höhere Übertragungsqualität von Bildern oder Videos in Echtzeit sowie von Sensordaten nach einem erfolgreichen Flug. Zudem lässt sich das 5G-Signal in einem definierten Bereich in unterschiedlich großen „Airboxen“ verteilen. So bleibt die Flugstrecke auf ein vorausbestimmtes Gebiet begrenzt und könnte in Zukunft gegebenenfalls auch KI-gestützte Algorithmen zur Flugwegplanung nutzen. Die Sicherheitsmaßnahmen für die Testflüge umfassen außerdem definierte Begrenzungen der Flugbahnen, Sicherheitslandepunkte entlang der Teststrecke und eine Fernsteuerungsmöglichkeit für Drohnenpiloten, falls diese eingreifen müssen.
Damit untersucht das Projekt einen weiteren Forschungsgegenstand: das Verhalten der Drohnen bei einem plötzlichen Signalabbruch oder einem Wechsel auf ein leistungsschwächeres Funknetz. Ist das der Fall, muss das jeweilige Gerät gegebenenfalls an einer nahen Basisstation zwischenlanden.
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