Betriebliches Gesundheitsmanagement

SOS am Exercise Point

Die Corona-Krise zeigt, dass das Betriebliche Gesundheitsmanagement die Digitalisierung verschlafen hat und hier dringend ein Umdenken gefragt ist.

Rücken einer Frau

Rückschmerzen zählen nach wie vor zu den häufigsten Gründen für Arbeitsunfähigkeit.

Ob permanente Kopfschmerzen, Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich oder ein Hexenschuss: Deutschland hat Rücken. Die Hauptursachen dafür sind, neben einseitiger Belastung und Fehlhaltungen, mangelnde Bewegung und Stress. Kein Wunder also, dass Rückschmerzen nach wie vor zu den häufigsten Gründen für Arbeitsunfähigkeit zählen. So leidet knapp jeder dritte Erwachsene in Deutschland unter häufigen oder ständigen Beschwerden. Das ist nur einer der Gründe, warum viele Arbeitgeber in der Vergangenheit verstärkt in die Gesundheit ihrer Mitarbeiter investierten. Doch die Corona-Krise zeigt, dass in Sachen Betriebliches Gesundheitsmanagement ein Umdenken gefragt ist.

Mitgliedschaften im Fitnesscenter, Yoga-Institut oder die Anstellung eines Inhouse-Physiotherapeuten: Die Möglichkeiten des Betrieblichen Gesundheitsmanagements sind vielfältig und in der Regel auf die jeweilige Branche zugeschnitten. Doch das vergangene Jahr hat viele derartige Konzepte ausgehebelt. Als eine schnelle Alternative avancierten digitale Angebote wie Apps und Youtube-Videos zu Shootingstars der Branche. Doch diese setzen eine korrekte Ausführung der Übung voraus und bieten keine Möglichkeit der Kontaktaufnahme. Dabei ist die körperliche Gesundheit vor allem eins: individuell und jeden Tag anders. Es zeigt sich, dass das Betriebliche Gesundheitsmanagement die Digitalisierung bisher verschlafen hat.

Analog und digital

Im Zuge der Erfahrung der letzten Monate sprechen sich immer mehr Unternehmen für individuelle Lösungen aus – flexibel anpassbar an die Bedürfnisse der Arbeitnehmer. Besonders effektiv zeigen sich Optionen, die die Vorteile analoger und digitaler Maßnahmen kombinieren, beispielsweise die sogenannten Exco Micro Studios. Als inhouse implementierte Mini-Gesundheitszentren erlauben sie Nutzern, physischen Beschwerden wie etwa Rückenschmerzen vorzubeugen. Ein im Vorfeld durchgeführtes Screening analysiert mögliche Verspannungen, Fehlhaltungen oder potenzielle Blockaden des Bewegungsapparates, wodurch Anwender maßgeschneiderte Trainingspläne erhalten. Als aktive Pause gestaltet, trainiert der Mitarbeiter zweimal wöchentlich für je 15 Minuten und wird dabei vollumfassend digital betreut.

Ob medizinisches Kräftigungs- oder Beweglichkeitsgerät – kein Mensch ist wie der andere. Und auch die individuelle körperliche Konstitution ändert sich Tag für Tag. Das ist nur einer der Gründe, warum auf fachlich geschultes Personal beim Training nicht verzichtet werden sollte. Während die permanente Anwesenheit in großen Betrieben mit Inhouse-Fitnessstudio durchaus eine praktikable Lösung ist, bedeutet das für Mittelständler jedoch einen enormen Kostenaufwand. Digitale Lösungen können hier Abhilfe schaffen, beispielsweise können sich mehrere Unternehmen einen Trainer oder Gesundheitsberater teilen.

Über digitale Exercise Points können Anwender nicht nur den individuellen Trainingsplan aufrufen oder den Ablauf der Übungen als Text und Bild oder Video nachvollziehen, sie bieten auch die Chance, auf das Know-how von Trainern zurückzugreifen. Denn allzu häufig tauchen Fragen auf, wie „Wie ging die Übung noch einmal?“. Zudem entsteht über eine persönliche Kontaktaufnahme die Chance, auch auf plötzlich auftretende Ereignisse zu reagieren. Ist die Schulter verletzt oder der Nacken verspannt, kann der Trainingsplan spontan und tagesaktuell angepasst und auf den individuellen Gesundheitszustand zugeschnitten werden. Innerhalb von zuvor fest definierten Zeiten bieten derartige digitale Lösungen dann die Möglichkeit, per App auf dem Tablett eine für den Gesundheitsbereich derzeit noch unerlässliche analoge, menschliche Beratung zu bekommen, die den Grundstein dafür legt, das derzeitige Betriebliche Gesundheitsmanagement zukunftsfähig zu machen.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 1-2/2021. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Eingeschränkte Beweglichkeit und daraus resultierende Schmerzen im Alltag gehören damit nicht nur der Vergangenheit an, die Behandlung und das Training passen sich im Zuge der Digitalisierung auch dem Leben des Mitarbeiters an und nicht mehr wie bisher andersherum.

Bildquelle: Exco

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