Handschrifterkennung

Stifte für iPad Mini, iPad Air und iPad Pro

Handschriftliche Notizen mit dem iPad sind kein Problem mehr, erfordern aber vor allem einen präzisen Eingabestift mit ausreichend schmaler Strichbreite.

  • Der Apple Pencil ist teuer, aber Spitzentechnologie

  • Der Alupen Digital von Just Mobile im Einsatz

  • Der Bamboo Solo ist ein guter Allzweck-Stylus zum Schreiben und Zeichnen

Das Zeichnen und Schreiben mit der Hand ist ein neuer Trend, vor allem, wenn sich unter dem Stift ein iPad befindet. Zahlreiche Apps und eine Vielzahl an Eingabestiften unterstützen das Eingeben von handschriftlichen Notizen. In einer kleinen Serie stellt die Redaktion die Handschrifterkennung auf dem iPad vor. In diesem Artikel geht es um hochwertige Eingabestifte, im zweiten Teil um Notiz-Apps, die handschriftliche Eingaben in Text konvertieren.

Handschrift auf dem iPad eingeben

Die fünf verschiedenen Modelle des iPads eignen sich grundsätzlich in gleicher Weise für handschriftliche Skizzen und Texte. Doch es gibt ein paar Unterschiede. Das große iPad Pro mit 12,9-Zoll-Display ist seinen kleineren Kollegen klar überlegen: Skizzen können ausladender, handschriftliche Notizen umfangreicher sein, ohne dass eine neue Seite geöffnet werden muss.

Handschrifterkennung digital: Erfahren Sie mehr in unserer Rubrik
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Das normale iPad Air oder Pro mit 9,7 Zoll Display ist dagegen besser für schnelle Notizen geeignet, die stehend oder sitzend ohne Unterlage angefertigt werden - es ist wegen des geringen Gewichts einfach länger mit der Hand zu halten. Damit lassen sich gut umfangreiche Notizen anfertigen.

Die iPad Mini-Varianten sind beim Schreiben und Skizzieren etwas „fummeliger“, eignen sich aber trotzdem gut als handlicher Notizblock. Und natürlich funktioniert die Handschrifterkennung und das Zeichnen oder Texten mit Stift auch auf einem iPhone. Ob die Displaygröße aber ausreichend für längere Notizen ist, muss jeder selbst entscheiden.

Grundsätzlich hängt Handschrifterkennung immer von einer einigermaßen gut erkennbaren Schrift ab. Wichtigste Voraussetzung dabei ist ein Stift, denn der Zeigefinger ist zumindest für Notizen kein geeignetes „Eingabegerät“. Dabei gibt es zwei unterschiedliche Arten von Stiften. Die einfachen und kostengünstigen Stylus-Varianten ersetzen lediglich den Finger, bieten aber keine Besonderheiten. Sie funktionieren mit allen iPad-Versionen, auch dem Pro. Für letzteres gibt es aber zusätzlich von Apple den druck- und neigungssensitiven Pencil.

Für das normale iPad gibt es eine riesige Auswahl an Stiften, die für jeden Zweck geeignet sind. Es gibt sehr kleine Stifte für unterwegs und große, die gut in der Hand liegen und bequem zu führen sind. Weitere Produktvarianten: Stifte mit eher dicken, weichen Spitzen sind für den Einsatz mit Mal-Apps geeignet, während Stifte mit eher dünnen und festen Spitzen zum Schreiben und Zeichnen gedacht sind.

Diese Eingabestifte gibt es für iPad Air und iPad Pro

Optimal für das Schreiben auf dem iPad ist der Wacom Bamboo Stylus Solo, bei dem Straßenpreise von 12-30 Euro üblich sind. Es ist also recht sinnvoll, die Preise zu vergleichen. Er ist ein flexibel einsetzbarer Universal-Stylus, mit dem grundsätzlich sogar das Malen möglich ist, auch wenn wegen der nur mittelbreiten Spitze Techniken wie etwa das „digitale Aquarellieren“ ein wenig mühsam sind.

Wer mit dem iPad vorwiegend Notizen erfassen möchte, kann zum Wacom Bamboo Fineline 2 (50 Euro) mit seiner sehr dünnen Spitze greifen. Nur 2,5 mm Durchmesser hat auch die Spitze des Just Mobile Alupen Digital (45-50 Euro). Beide Stifte erlauben dadurch ein ähnlich natürliches Schreibgefühl wie mit einem (analogen) Fineliner oder Kugelschreiber. Außerdem ist mit diesen Stiften das Anfertigen von Skizzen oder sogar richtigen Zeichnungen möglich.

Auf eine völlig andere Technologie setzt der Adonit Jot Pro (20-35 Euro): Er hat keine Spitze aus Gummi, sondern aus Metall. Sie ist federnd aufgehängt und besitzt vorne eine mit Kugelgelenk befestigte Kunststoffscheibe. Diese ungewöhnliche Technologie erlaubt den feinsten Strich von allen herkömmlichen Stiften.

Ebenfalls aus dem Hause Adonit kommt der Jot Pixel, ein technisch weit fortgeschrittener Stylus, mit apple-esken Preisen von 80 Dollar. Das gerade erst auf den Markt gekommene Modell soll nach Auskunft des Herstellers auf allen iPad-Modellen arbeiten und dort die Qualität und Genauigkeit des Apple Pencils für das iPad Pro bringen.

Er ist allerdings auch kein einfacher passiver Gummischreiber, sondern besitzt druckempfindliche Sensoren. Deren Daten werden via Bluetooth an das iPad übertragen. Betrieben wird das Ganze von einem kleinen Akku, der immerhin in einer Stunde vollständig aufgeladen ist. Wegen der verbauten Technik kann nicht jede App den Stift nutzen, von den im zweiten Teil der Serie vorgestellten Apps nur Goodnotes und Notesplus.

Die absolute Spitze in Qualität, Genauigkeit und Preis ist der Apple Pencil, der dann auch gleich 99 Dollar oder 109 Euro kostet. Er ist ein elektronisches Wunderwerk, das auf kleinsten Raum 15 Bauteile vereint. Dazu gehört unter anderem ein Drucksensor, der das Zeichnen von dickeren und dünneren Linien erlaubt und ein Neigungssensor, der bei Schattierungen hilft. Der Apple-Stift funktioniert nur mit den beiden iPad Pro-Modellen und tauscht die Daten mit den Apps via Bluetooth aus. Oben unter der Kappe verbirgt sich ein Ligthning Connector, mit dem der Stift am iPad aufgeladen wird.

Grundsätzlich ist der Apple Pencil der beste Stift, den es zurzeit gibt. Die Frage ist natürlich, ob teure Highend-Geräte wie iPad Pro (bis zu 1420 Euro) und Pencil tatsächlich für den schlichten Einsatz als Notizblock wirtschaftlich sind. Vermutlich nicht, denn der Funktionsumfang beider Geräte richtet sich in erster Linie an Designer, Zeichner und andere bildende Künstler, die damit die Kombination aus Desktoprechner und Digitalisier-Tablet ersetzen möchten. Aber für Apple-Fans mit ausreichend Barmitteln ist es natürlich ein Pflichtkauf.

Bildquellen: Hersteller

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