Krisenfest in Corona-Zeiten

Streaming kurbelt Geschäft von Universal Music an

Beim weltgrößten Musikkonzern Universal Music sorgt der Streaming-Boom auch in der Corona-Krise für gute Geschäfte. Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 18 Prozent auf 1,77 Milliarden Euro.

Im Musikgeschäft der Vivendi-Tochter Universal Music Group (UMG) zogen die Geschäfte dank wachsender Streaming-Erlöse um 18 Prozent an, neue Veröffentlichungen von Stars wie Justin Bieber gehörten zu den Bestsellern. Foto: Yui Mok/PA Wire/dpa

Im Musikgeschäft der Vivendi-Tochter Universal Music Group (UMG) zogen die Geschäfte dank wachsender Streaming-Erlöse um 18 Prozent an, neue Veröffentlichungen von Stars wie Justin Bieber gehörten zu den Bestsellern. Foto: Yui Mok/PA Wire/dpa

Der Großteil davon geht auf Streaming-Zuwächse zurück, wie der französische Mutterkonzern Vivendi am Montag mitteilte. Die Erlöse auf dem Verkauf von Song-Downloads brachen unterdessen im Jahresvergleich um gut ein Viertel ein.

Universal Music wird damit zur tragenden Säule für das Vivendi-Geschäft in der aktuellen Situation, zusammen mit der Fernsehtochter Canal Plus. Dort legte der Quartalsumsatz um zehn Prozent auf 1,37 Milliarden Euro zu. Bei der Werbeholding Havas stellt sich Vivendi hingegen auf Einschnitte ein: „Das zweite Quartal wird unzweifelhaft von der aktuellen Gesundheitskrise betroffen sein.“ Im ersten Quartal hielt sich der Havas-Umsatz noch stabil bei 524 Millionen Euro - aber im März zeichnete sich schon der Abschwung ab. Insgesamt sei es noch unmöglich, die Folgen der Krise für den Konzern vorherzusagen.

Im ersten Quartal kletterte der Vivendi-Umsatz um 12 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro. Aus eigener Kraft - also ohne Wechselkurseffekte sowie Zu- und Verkäufe - hätte das Wachstum 4,4 Prozent betragen. Vivendi präsentierte lediglich Angaben zum Umsatz und nicht zum Gewinn.

Weil Vivendi im ersten Quartal 10 Prozent der Universal-Music-Anteile an den chinesischen Tech-Konzern Tencent verkaufte, flossen dem Unternehmen 2,8 Milliarden Euro in die Kasse. Über weitere Verkäufe von Minderheitsanteilen hinaus will Vivendi das Geschäft bis spätestens 2023 an die Börse bringen. Auch bei der Fernsehtochter Canal Plus legte der Umsatz zu.

dpa/tg

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