Kontaktloses Bezahlen 2022

Strukturschwache Bundesländer holen auf

Ohne Kartenzahlung geht in Deutschland schon lange nichts mehr. Eine Analyse des Finanztechnologie-Anbieters Sumup zur Nutzung digitaler Payment-Angebote in Deutschland zeigt, dass auch Bundesländer, in denen vor allem kontaktlose Zahlungen bisher noch nicht so stark verbreitet waren, 2022 nachgezogen haben.

Kontaktlose Bezahlung in der Gastronomie

Digitale Zahlungslösungen sind im Handel oder der Gastronomie längst Normalität.

Viele Branchen haben das Angebot an Zahlungsmöglichkeiten erweitert. Doch wie weit sind digitale Zahlungsmöglichkeiten zum Standard in Deutschland geworden? Seit Jahren steigt die Nachfrage nach bargeldlosen Zahlungsmöglichkeiten kontinuierlich an. Kunden wie auch Unternehmen sind sich einig und bevorzugen diese Bezahlform.

Speziell das kontaktlose Zahlen erlebte in den letzten zwei Jahren einen deutlichen Aufschwung. So ist auch im Jahr 2022 ein konstanter Anstieg in der Nutzung zu verzeichnen. Zwischen Januar 2022 und Dezember 2022 zeigte sich ein Anstieg von 61,0 auf 73,2 Prozentpunkte, also ein Anstieg um 20 Prozent.

Deutschland liegt damit im Vergleich zur DACH-Region allerdings nach wie vor nur im Mittelfeld. In der Schweiz beispielsweise beträgt der Anteil des kontaktlosen Bezahlens bereits knapp 90 Prozent. Für die kommenden Jahre prognostizieren die Experten für Deutschland eine vergleichbare Verbreitung.

Starker Zuwachs digitaler Payment-Nutzung

Was vor einigen Jahren noch als Innovation galt, hat sich heute erfolgreich in den Lebensalltag der Deutschen integriert. Die Nutzung von Kartenzahlungen, NFC und Co. ist bereits weitestgehend etabliert und verfestigt sich nun auch in den strukturschwächeren Bundesländern. Diese holen auf und zeigen eine bis zu über 50 Prozent gesteigerte Nutzung bei kontaktlosen Zahlungen.

Die größte Steigerung weist Sachsen-Anhalt auf: Dort stieg die Nutzung von kontaktlosen Zahlungen innerhalb eines Jahres um 50,2 Prozent auf nun 61,9 Prozent. In Mecklenburg-Vorpommern betrug der Anstieg 47,8 Prozent auf nun 64,3 Prozent. Ein vergleichbares Bild zeichnet sich auch in Südostdeutschland ab: So stieg die Nutzung in Sachsen 2022 um 43,4 Prozent auf 65,8 Prozent an und entspricht damit nun fast dem Bundesdurchschnitt (65,9 Prozent).

Der Anstieg in den strukturstärkeren Bundesländern war 2022 weniger groß, da diese bereits über ein breites Angebot kontaktloser Zahlungsmöglichkeiten verfügen. Am häufigsten wird in der Bundeshauptstadt Berlin kontaktlos bezahlt. 74,3 Prozent der Bezahlungen erfolgen dort kontaktlos. Auch Hamburg mit 71,3 Prozent und Brandenburg mit 68,2 Prozent liegen deutlich über dem Bundesdurchschnitt.

Bildquelle: Getty Images / iStock / Getty Images Plus

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