Smart Devices für die Großbaustelle

Tablets mit Docking-Station für Baumaschinen

Auf den ersten Blick scheint ein Tablet nicht für den Einsatz in rauen Umgebungen – etwa auf einer Großbaustelle – geeignet zu sein. Doch existieren passende industrietaugliche Varianten, die zudem per Docking-Station direkt an Baumaschinen angeschlossen werden können

  • Das industrietaugliche Tablet „Ultra 10" ist sowohl als mobiles System als auch als GUI und Managementtool in Fahrzeugen einsetztbar.

Der Einsatz von Tablet-PCs auf Großbaustellen ist heutzutage nicht mehr ungewöhnlich – Architekten und Bauleiter z.B. profitieren von ihnen, indem sie relevante Daten an jedem Ort des Bauterrains zur Verfügung haben. Neben dieser vergleichsweise kleinen Elite werden Tablets aber auch zunehmend für die gesamte Material- und Baumaschinenlogistik auf dem Bau eingesetzt. Das Ziel ist die Einsatzeffizienz zu steigern und durch Vernetzung der Kommunikation den Gesamteinsatz konstant zu optimieren.

Einflüsse von Außen

Vibrationen, Schläge gegen das Gehäuse und Stürze gehören zum Alltag auf dem Bau, weshalb Robustheit bei der Wahl des Tablets oberste Maxime ist. Mobile Endgeräte des Consumer-Bereichs würden hier in der Regel schnell den Dienst quittieren. Ausdrücklich industrietaugliche Tablet-PCs, wie sie etwa die Penta GmbH anbietet, sind dagegen in der Lage, auch härteren Umgebungseinflüssen standzuhalten. Schwer müssen sie dabei aber nicht sein – denn manche Anbieter stellen ihre Geräte aus einem leichten und formstabilen Magnesium-Aluminium-Gehäuse mit zusätzlichen Silikonformteilen her. Ein bei Consumer-Tablets unüblicher Schutz nach IP65-Standard – auch für alle Schnittstellen – verhindert zudem das Eindringen von Staub und Spritzwasser, was auch die Reinigung des Geräts erleichtern soll, falls dieses einmal zu lange im staubigen Umfeld lag oder im Regen betrieben wurde.

Zudem sollte ein professionelles Tablet möglichst einen ganzen Arbeitstag in Betrieb bleiben. Industrielle Endgeräte kommen deshalb mit zwei Akkus daher. Diese können im Hot-Swap-Modus* auch bei laufendem Betrieb ausgetauscht werden, wenn mal ein 24-Stunden-Schichtbetrieb notwendig wird.

Schnittstellen gewünscht

Nicht zuletzt entscheidet auch das (mobile) Schnittstellenangebot der Geräte über den Grad der Industrietauglichkeit. Auch hier unterscheiden sich die industriellen Tablets von consumernahen Geräten, denn sie bieten oft ein deutlich umfangreicheres Angebot. So sollten beispielsweise mobile Kommunikationsschnittstellen wie WLAN und Bluetooth 2.0 bei jedem Gerät genauso zum Standard gehören wie Mobilfunkschnittstellen für alle gängigen Netze. Ebenso wichtig sind physikalische Schnittstellen, z.B. zum Anschluss von bedarfsgerechter Peripherie wie Lesegeräten, Webcams und Festplatten – USB-Support sollte von daher  gegeben sein.

Docking-Station für Maschinen und Fahrzeuge

Laut Rugged-Tablet-Anbietern ist zudem eine industrietaugliche Dockingstation für Maschinen und Fahrzeuge ein Muss. Diese sollte Spannungschwankungen überbrücken können und so ausgelegt sein, dass zum einen der Tablet-PC schnell und mit wenigen Handgriffen ein- und ausgedockt werden kann. Zum anderen sollte die Verriegelung so sicher sein, dass das mobile Endgerät während der oft schock- und vibrationsintensiven Fahrt der Maschine nicht verrutschen kann. Wichtig ist hier, dass die I/O- Anschlüsse zwischen Docking-Station und Fahrzeug für z.B. Rückfahrkamera oder Schlüsselschalter über Steckschraubverbinder ausgeführt werden, damit auch diese rüttelfest und langzeitstabil sind.


*Hot-Swap
Hot-Swap bedeutet, dass Systemkomponenten wie Akkus während des normalen laufenden Betriebs ausgetauscht werden können. Der Netzbetrieb wird dabei nicht unterbrochen – so ist ein Neustart des Systems nicht notwendig.

 

Bildquelle: Thinkstock/ iStock

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