Start-up Unternehmen: Tado

Tado: Intelligent heizen

MOBILE BUSINESS präsentiert Start-ups, die mit ihren Ideen die mobile Branche aufmischen möchten. Diesmal: Tado.

  • Je nachdem, wie weit die Bewohner von zu Hause entfernt sind, lässt Tado die Temperatur absinken. Sobald sich ein Bewohner nähert, heizt das System erneut.

  • In der App kannst der Nutzer immer sehen, wie warm es zu Hause ist und alle Einstellungen ändern.

  • Das Tado-Team: Christian Deilmann (Gründer und CEO), Valentin Sawadski (Gründer), Leopold von Bismarck (CMO) und Johannes Schwarz (Gründer und CTO) (v.l.n.r.)

Die Gründung
Die Idee zu Tado entstand aus einem alltäglichen Problem: Christian Deilmann studierte in den USA, und da kam es immer wieder zu Diskussionen mit seinen Mitbewohnern bzgl. der Klimatisierung und der ständig verschwendeten Energie aufgrund fehlender intelligenter Steuerung. In Deutschland würde man vielleicht die Heizung manuell herunterdrehen und dafür dann in eine kalte Wohnung zurückkommen oder eben durchheizen und dafür eine hohe Heizkostenrechnung in Kauf nehmen. Wieder in Deutschland tat sich Christian Deilmann mit Johannes Schwarz und Valentin Sawadski zusammen und fing an, eine smarte Lösung für das Problem zu entwickeln. In 2011 wurde dann die Tado GmbH gegründet, und seit November letzten Jahres gibt es Tado auch zu kaufen.

Die Zielsetzung
Beim Start-up ist man der Überzeugung, dass es möglich ist, komfortabel zu leben und trotzdem verantwortungsvoll zu handeln –  z.B. wenn man die Heizung nicht voll weiterlaufen lässt, während man außer Haus ist. Weltweit wird ein Drittel des Energieverbrauchs zum Heizen und Kühlen von Gebäuden verwendet – gesteuert von seit Jahrzehnten veralteter, nicht intelligenter Technik. Die Mission des Start-ups ist es, mit moderner, intelligenter Technologie dafür zu sorgen, dass keine Energie unnötig verschwendet wird – ganz automatisch. Tado ist eine Heizungs-App, die automatisch erkennt, wie weit die Bewohner von zuhause entfernt sind, und dementsprechend die Temperatur regelt.

Der Mobility-Gedanke
Im Mittelpunkt der Heizungs-App steht das Smartphone der Bewohner, das als Medienzentrale fungiert und immer mit dabei ist. Daher nutzt das Start-up dieses Gerät, um ganz automatisch je nach An- und Abwesenheit die Heizung zu steuern. Zudem können die Kunden über ihr Smartphone von überall auf der Welt jederzeit den Überblick darüber behalten, wie Tado für sie arbeitet.

Die Kunden
Das Unternehmen führte im Winter 2011/2012 einen Betatest mit rund 100 Haushalten durch. Seit November 2012 ist das Produkt in der DACH-Region auf dem Markt. Im September 2013 gab das Start-up die Verfügbarkeit für ganz Europa bekannt. Die Heizungs-App eignet sich für Privathaushalte, aber auch für kleine Büros oder Ladengeschäfte. Zu den Hauptzielgruppen gehören einerseits die technikaffinen Digital Natives, denen es Spaß macht, ihre Heizung über ihr Smartphone zu steuern. Ein anderer großer Teil des Kundenstamms besteht aus Hausoptimierern, die z.B. ihr Haus selbst gebaut haben und sich schon sehr gut mit ihrer Heizung auskennen.

Die nächsten Schritte
Rund drei Viertel aller Heizsysteme in Deutschland sind nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik. Ähnlich sieht es in den übrigen Ländern Europas aus. Aufgrund dieses riesigen Marktes wird sich das Jungunternehmen in den kommenden Jahren hauptsächlich darauf konzentrieren, vertrieblich in neue Regionen vorzustoßen. Desweiteren stehen neue Funktionalitäten für die Apps (Mobile und Web) an, welche den Kunden in Form von Updates zur Verfügung gestellt werden. So werden laut Anbieter die Effizienz, Benutzerfreundlichkeit
und Kompatibilität ständig erhöht. 

 

Tado GmbH

Branche: Cleantech/Heizungsregelung
Gründung: 2011
Hauptsitz: München
Gründer: Christian Deilmann, Johannes Schwarz, Valentin Sawadski
Geschäftsführer: Christian Deilmann, Johannes Schwarz, Leopold von Bismarck
Mitarbeiterzahl: ca. 30

www.tado.com

Bildquelle: Tado

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