Klein, aber smart

Test: Garmin Vívosmart 4

Dass Fitness-Tracker nicht immer klobig daherkommen oder nach Star Wars aussehen müssen, um durch ihre technischen Funktionen zu überzeugen, will Garmin mit der Vívosmart 4 zeigen. Wir haben überprüft, was das schmale Gerät außer seinem reduzierten Design sonst noch zu bieten hat.

verschiedene Smartwatches der Firma Garmin

Das schlanke Design konnte in Kombination mit hoher Funktionalität im Test überzeugen.

Was an dem Fitnessarmband zuerst auffällt, ist das geringe Gewicht, denn mit seinen gerade einmal 17 Gramm ist es vergleichsweise leicht. Überhaupt hat der Hersteller augenscheinlich Wert auf minimalistisches Design gelegt, denn auch das Silikonarmband und das Oled-Display aus Polycarbonat sind eher schmal und optisch simpel gehalten. Das geringe Gewicht und die Flexibilität des Armbands lassen den Träger rasch vergessen, dass er etwas ums Handgelenk hat. Dadurch, dass der Tracker wasserdicht ist, kann man ihn sogar beim Duschen anbehalten.

Körperakku

Überhaupt ist die Uhr ein smarter Begleiter im Alltag, denn Schritt- und Treppenzähler funktionieren präzise und ermuntern z.B. dazu, ab und an mal auf den Fahrstuhl zu verzichten. Außerdem ermittelt die erstmals eingesetzte Funktion „Body Battery“ auf Basis diverser Parameter (z.B.Schlafqualität, Herzfrequenz, Aktivität), wie voll der „Akku“ des Trägers ist, und schlägt dementsprechend auch Pausen vor.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 7-8/2019. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.


Ist die Uhr über die App mit dem Smartphone verbunden, lassen sich zusätzlich Handy-Benachrichtigungen anzeigen oder die Musik-App steuern. Ist die Uhr im Ruhemodus, kann sie abgesehen vom Antippen des Displays (nach einigem Üben) auch über eine schwungvoll ausgeführte Drehung des Handgelenks aktiviert werden.

Die zugehörige Garmin-Smartphone-App ist leicht verständlich und bietet Trainingsmodi für diverse Sportarten (z.B. Radfahren oder Schwimmen) und mehr Bewegung im Alltag. Allerdings soll an dieser Stelle auch erwähnt werden, dass die Bluetooth-Konnektivität mit Huawei-Smartphones (wie in diesem Test benutzt) nicht immer reibungslos klappt.

Ein Manko der Vívosmart 4 ist, dass sie keine Payment-Funktionalität bietet. Und auch zurückgelegte Routen lassen sich nicht nachhalten, denn die Uhr verfügt nicht über GPS. Das ist zwar in diesem Preissegment keine Seltenheit, könnte aber ambitionierte Sportler (vor allem Läufer oder Bergwanderer) abschrecken. Ebenfalls zu bemängeln ist, dass, anders als bei vielen anderen Geräten, das Armband nicht austauschbar ist.

Insgesamt deckt der Tracker viele Bereiche ab und kann dazu beitragen, vor allem im Alltag besser auf sich zu achten und das eigene Bewegungsverhalten zu optimieren – guter Tragekomfort und intuitive Bedienung erleichtern dies. Wer also auf der Suche nach einem Einsteigermodell oder einfach nach einem smarten „Alltagshelfer“ ist, findet hier eine gute Lösung.

Pro

+ hoher Tragekomfort
+ einfache Bedienung
+ wasserdicht

Contra

– kein GPS
– keine Bezahlfunktion
– Armbandwechsel nicht vorgesehen

Technische Daten

Gewicht:17 g (Größe S)
Display: Oled (7 mm x 18 mm)
Armband: Silikon, flexibel
Mögliche Messungen: Schrittzählung, Kalorienverbrauch, Erkennung
gestiegener Etagen, Herzfrequenz,
Blutsauerstoffsättigung, Stressniveau, Ermittlung des Body-Battery-Standes
Wasserdichtigkeit: Ja
Akku: integrierter Lithium-Polymer-Akku
Laufzeit: bis zu sieben Tagen (je nach Nutzung)
Konnektivität: Bluetooth
UVP des Herstellers: 139,99 EURO

Bildquelle: Garmin

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