Quip auf dem iPad
Der ehemalige Facebook-CTO Bret Taylor und Ex-Gooogle-Mitarbeiter Kevin Gibbs haben gerade den Vorhang vor Quip beiseite gezogen: Die “Neuerfindung” der Textverarbeitung für die mobile Zusammenarbeit. Die App möchte sich in vier Punkten von der Konkurrenz unterscheiden:
Die App nutzt also einen ganz anderen Ansatz als die bekannten Textverarbeitungen. Die Funktionen sind rund um Zusammenarbeit und Kommunikation aufgebaut. Solche Features kennen auch große Programme wie Word, sie sind dort jedoch eher ein Anhängsel der klassischen Textverarbeitung.
Quip dagegen bietet zu jedem Dokument einen Stream ähnlich dem eines sozialen Netzwerks. Er enthält alle Änderungen sowie Bemerkungen und Nachrichten. Kommentare werden direkt in den Stream geschrieben. Wenn ein Dokument mit der Sharing-Funktion für ein Team bereitgestellt ist, können über diesen Stream auch Chats abgewickelt werden. Die Nachrichten an andere Benutzer werden in der “Inbox” am linken Rand des Quip-Desktops angezeigt. Da zu den Standardformaten von Quip auch eine Liste mit interaktiven Checkboxen gehört, kann die App zudem als Aufgabenverwaltung genutzt werden - da hat offensichtlich Evernote Pate gestanden.
Trotz der schicken Oberfläche und der durchdachten Features für die Zusammenarbeit fehlen noch eine Menge an Funktionen, die für Profischreiber wichtig sind - zum Beispiel Zeichen- und Wortzählung, etwas mehr Freiheit bei der Formatierung (es gibt keine Schriftauswahl) und die Eingabe von HTML-Links. Bisher gibt es nur Links aus Inline-Webadressen. Auch eine Anbindung an das weit verbreitet Word-Dokumentformat fehlt.
Vermutlich wird Quip in naher Zukunft noch ausgebaut, denn das Startup nutzt ein Freemium-Modell: Die Basis-App ist kostenlos und kann mit Teams aus maximal fünf Quip-Nutzern umgehen. Relativ bald soll es ein Business-Modell für 12 Dollar pro Monat und Nutzer geben, das maximal 250 Anwender erlaubt.
Bildquelle: Quip