„So realitätsnah und gruselig war VR noch nie!“

The Walking Dead im Virtual-Reality-Format

Laut Tobias Färber, Head of Product Business Unit bei Acer Deutschland, entwickelt sich der Markt im Bereich „Virtual Reality (VR)“ extrem schnell und „permanent kommen neue, spannende Lösungen“. In diesem Jahr werde Imax in den USA ein VR Center eröffnen, in denen das Star-VR-Headset zum Einsatz komme. Zum Start sei die „The Walking Dead VR Experience“ geplant.

  • Tobias Färber, Acer

    „Das Windows-10-Creators-Update wird das VR-Erlebnis zu Hause auf jeden Fall schon bald vereinfachen“, meint Tobias Färber von Acer.

Herr Färber, welchen Stellenwert hatte Virtual Reality (VR) – ganz allgemein betrachtet – im vergangenen Jahr? Ist VR beim Endnutzer angekommen?
Tobias Färber:
VR ist definitiv eines der Trendthemen unserer Branche und hat noch eine große Zukunft vor sich. Die größte Herausforderung für den Endkunden ist allerdings die Leistungsfähigkeit der Hardware. Unsere aktuellen Predator-Gaming-Notebooks und PCs sind VR-ready und kompatibel mit allen gängigen Headsets – und bieten somit auch Endkunden eine Plattform, um hier durchzustarten. Darüber hinaus haben wir gemeinsam mit Starbreeze im vergangenen Jahr „Star VR“ gegründet: ein Joint Venture zur Entwicklung, Herstellung und Vermarktung eines Headsets für den professionellen Einsatz. Damit sich das Thema beim Endnutzer noch schneller durchsetzt, haben wir außerdem gemeinsam mit Unternehmen der VR-Industrie die Global Virtual Reality Association (GVRA) gegründet. Ziel der GVRA ist es, die verantwortungsvolle Entwicklung und Verwendung von Virtual Reality weltweit zu fördern.

Was haben die Nutzer der Technik noch am häufigsten bemängelt? An welchen Stellen gibt es Verbesserungsbedarf?
Färber:
Besonders zwei Entwicklungsfelder stehen im Fokus: die Auflösung und der Tragekomfort. Bei der Auflösung setzen wir mit den Star-VR-Headsets neue Maßstäbe. Dank zwei Displays mit QHD-Auflösung entsteht ein breites Blickfeld, das für VR-Erfahrungen ohne Scheuklappeneffekt sorgt. Außerdem arbeiten wir aktuell an leichten VR-Brillen für Mixed-Reality-Anwendungen auf Basis des Windows-10-Creators-Updates.

Was glauben Sie, wird VR im Jahr 2017 bieten können?
Färber:
Vor allem wird es 2017 einen enormen Zuwachs an spannendem Content und neuen Anwendungen geben. Mit dem neuen Windows-10-Creators-Update wird es erstmals einen einheitlichen Standard geben, der es den Entwicklern erleichtern wird, neue Anwendungen zu realisieren.

Entertainment vs. Business: Wo sehen Sie die Haupteinsatzgebiete der VR-Technik? Können Sie konkrete Anwendungsbeispiele nennen?
Färber:
Speziell im Business-Bereich bietet VR spannende neue Möglichkeiten. Auch „Star VR“ zielt auf den professionellen und standortgebundenen Entertainment-Markt beispielsweise in High-End-Kinos oder Spielhallen. Aber auch für den Online-Handel eröffnen sich dank der VR-Technik völlig neue Möglichkeiten, um Produkte zu Hause erlebbar zu machen. Wir beobachten gespannt, wie schnell sich die ersten funktionsfähigen Lösungen, die z.B. in Online-Shops implementiert werden, durchsetzen werden.

Was sollte man beim Kauf entsprechender VR-Hardware beachten?
Färber:
Wichtig ist, dass die Hardware besonders leistungsstark und gut aufeinander abgestimmt ist. Die Anforderungen können aber je nach Einsatzzweck variieren. Das Windows-10-Creators-Update wird das VR-Erlebnis zu Hause auf jeden Fall schon bald vereinfachen.

Was ist Ihr bisheriges persönliches VR-Highlight?
Färber:
Der Markt entwickelt sich extrem schnell und permanent kommen neue, spannende Lösungen. In diesem Jahr wird Imax in den USA ein VR Center eröffnen, in denen das Star-VR-Headset zum Einsatz kommt. Zum Start ist die „The Walking Dead VR Experience“ geplant und ich kann sagen: So realitätsnah und gruselig war VR noch nie!

Bildquelle: Acer

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