„Herzrasen“-App: Interview mit Sascha Hornung, T-Online

Ticker-App für das Fußball-Live-Erlebnis

Interview mit Sascha Hornung, Head of News Department bei T-Online.de, über die Hintergründe der Ticker-App „Herzrasen“, wie man gut und schnell tickert und was der mobile Fußballfan zur WM in Brasilien erwarten darf

„Herzrasen hat alles, was einen guten Live-Ticker ausmacht: neben den Live-Kommentaren der Redakteure auch die Aufstellungen mit Spielerprofilen, Blitztabellen und Live-Statistiken. Einlaufende Twitter-Kommentare anderer Fans verstärken die Live-Atmosphäre. Es gibt auch ein Tippspiel, bei dem man während des Spiels auf zahlreiche Events wetten kann“, berichtet Sascha Hornung, Head of News Department, T-Online.de

Herr Hornung, um den mobilen Fußballfan konkurrieren viele Live-Ticker und Apps. Was sind Alleinstellungsmerkmale der Herzrasen-App?
Sascha Hornung:
Herzrasen ist die schnellste redaktionelle Ticker-App am deutschen Markt und bietet Fußballfans ein sehr emotionales Live-Erlebnis. Die Kommentare unserer Ticker-Redakteure laufen beinahe minütlich ein; durch die hohe Beitragsfrequenz verfolgen Fans die Spiele quasi in Echtzeit. Man kann sich auch an die Spiele seines Teams erinnern lassen, eine Voice-Push-Benachrichtigung kündigt jeden Treffer mit einem „Toooor“-Jubel an. Das User-Interface ist optisch ansprechend und dank der Gestensteuerung haben Fans die tagesaktuellen, kommenden und vergangenen Spiele schnell im Blick, ohne dass man sich lange durch Navigationsebenen klicken muss.

Welche technischen Voraussetzungen sind nötig, um die Statistiken und weitere Daten schnell und grafisch aufbereitet auszuliefern?
Hornung:
Gute UI-Designer und Entwickler mit Fußball-Leidenschaft, schnelle Live-Ticker-Redakteure, schnelle Datenlieferanten und schnelle Datenverarbeitungsprozesse. Und wenn der Kunde dann noch über eine schnelle Datenverbindung verfügt, muss er sich nicht ärgern, nicht im Stadion zu sein.

Wie wichtig ist die Integration sozialer Kanäle für eine Sport-App?
Hornung:
User können nicht nur passiv konsumieren, sondern durch eigene Beiträge zum Spiel mit anderen Fans kommunizieren. Die Interaktion sorgt bei diesen Nutzern für einen zusätzlichen Kick.

Wie viele User nutzen soziale Funktionen?
Hornung:
Fast 60 Prozent aller User geben vor dem Spiel ihre Meinung zum Ausgang ab; daraus kalkulieren wir in Echtzeit die Prognose. Gut 40 Prozent nehmen am Tippspiel teil, rund 10 Prozent teilen den Spielverlauf Freunden mit.

Während Fans Radiokommentatoren kennen und hassen oder lieben, denkt man beim Live-Ticker selten an die Personen dahinter. Was sind das für Leute und wie tickert man eigentlich schnell und gut?
Hornung:
Unser Live-Ticker-Team besteht im Kern bereits seit zehn Jahren. Da ist also viel Erfahrung in Sachen Live-Kommentierung auf dem Platz, um mal im Bild zu bleiben. Die Redakteure sind echte Sportjournalisten und Fußballexperten mit viel Berufserfahrung. Sie erkennen schnell Spielsituationen und beschreiben diese in fußballtypischer Sprache. Anders wäre es auch unmöglich, fast minütlich zu schildern, was passiert. Wir haben einen hohen Qualitätsanspruch: Nur wenn vor dem geistigen Auge des Users der Film zum Spiel abläuft, haben wir alles richtig gemacht.

Was planen Sie zur WM 2014?
Hornung:
Neben ausführlichen Live-Kommentaren zu allen 64 WM-Spielen gibt es alle Spielerporträts, Aufstellungen, Bilanzen und Live-Statistiken.

Welche Innovationen werden die mobilen Fans in der nächsten Zeit erleben?
Hornung:
Die Visualisierung von Statistiken wird sich verbessern und es wird noch mehr Live-Analysen zur Performance einzelner Spieler und Teams geben. Wer will, wird noch mehr unterschiedliche Informationsquellen zum Spiel nutzen können. Auch die soziale Interaktion wird durch mehr kollaborative Funktionen facettenreicher. Durch x-fache Videoperspektiven lassen sich Spiele räumlicher verfolgen. Natürlich wird es auch zahlreiche Apps für innovative Endgeräte wie Google Glass oder Apple iWatch geben.

 

Herzrasen
Die Ticker-App der Deutschen Telekom wurde von Kupferwerk, einer der Marktführer bei der Entwicklung mobiler Anwendungen in Deutschland, entwickelt. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Regensburg sowie ein Büro in München und beschäftigt über 60 festangestellte Mitarbeiter. 2003 gegründet, fusionierte Kupferwerk 2012 mit der Goapp GmbH zu einem der größten App-Entwickler Deutschlands. Kürzlich beteiligte sich mit knapper Mehrheitsbeteiligung (51 Prozent) der finnische App- und UX-Entwickler BLStream an Kupferwerk.

www.kupferwerk.com

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