Um herauszufinden, ob die Arbeitsweise des potenziellen Entwicklungspartners auch mit der eigenen kompatibel ist, lohnt sich ein Blick auf dessen Software-Entwicklungsmethodik.
Ausgangspunkt für einen erfolgreichen Prozess sollte zunächst immer die Analyse der Anforderungen und Ziele des eigenen Unternehmens sein. Man braucht eine klare Vorstellung davon, was genau mit dem digitalen Produkt erreicht werden soll.
Um zu verstehen, ob ein externer Partner für das eigene Projekt geeignet ist, ist es ratsam, einen Blick auf vorherige Projekte und Erfahrungen zu werfen. Informationen zu Erfolgsbilanzen früherer Kunden mit ähnlichen Produkten helfen einzuschätzen, wie erfolgreich sich der potenzielle Partner im Anforderungsbereich bewegt. Gute Fallstudien früherer Projekte sollten auch durch Referenzen belegt sein.
Es sind nicht nur reine Programmierkenntnisse, die bei der Entwicklung einer wirklich guten Software notwendig sind. Tatsächlich braucht man eine Vielzahl von wichtigen Rollen, die für das Projekt zur Verfügung stehen sollten:
- Frontend- und Backend-Entwickler gemeinsam mit Qualitätsingenieuren
- Produkt- und UX-Designer
- Zertifizierte Agile-Coaches und Scrum-Master
- Business-Analysten
- DevOps (also agile Betriebsprozesse)
- Informationsarchitekten
- Experten für maschinelles Lernen
Um herauszufinden, ob die Arbeitsweise des potenziellen Entwicklungspartners auch mit der eigenen kompatibel ist, lohnt sich ein Blick auf dessen Software-Entwicklungsmethodik. Agile Frameworks, wie z.B. Scrum, bieten die ideale Arbeitsumgebung, da sie Kunden stärker einbeziehen als z.B. traditionelle Wasserfall-Modelle.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 5-6/2021. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Nutzen Partner eine agile Entwicklungsmethodik, ist der Kunde Teil des Teams. Das setzt aber keine ständige Anwesenheit voraus. Umso wichtiger ist die Qualität der Kommunikation zu bisherigen Ergebnissen des Projekts. Man sollte im Vorfeld in Erfahrung bringen, wie schnell der Partner auf Fragen reagiert, wie leicht das Team erreichbar ist und welche Kommunikationskanäle bevorzugt werden. Es ist ebenfalls von Vorteil, wenn man als Kunde direkten Zugang zu allen Mitgliedern des Entwicklungsteams erhält.
„Engagiert” bedeutet in diesem Zusammenhang, dass das Entwicklerteam ausschließlich an einem digitalen Produkt arbeitet. Dadurch kann es fokussiert arbeiten und pünktlich qualitativ hochwertige Produkte liefern. Wichtig ist daneben, ob die Teammitglieder bei der Software-Firma auch tatsächlich angestellt sind. Das sogenannte „White Labeling“ kann innerhalb der Entwicklung komplexer digitaler Produkte zu Problemen in der Kommunikation und Prozessen sowie zu einem Mangel an Klarheit über die Rollen und Verantwortlichkeiten im Team führen.
- Der angebotene Preis ist viel zu günstig
- Es wird zu allem „Ja” gesagt
- Zuspätkommen bereits im Auswahlprozess
- Vage Aussagen über Fertigstellung und Abläufe
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