Wenn Weihnachtsgeschenke online gehen

Tipps zur Hacker-Abwehr

Wenn Cyberkriminelle mit unterm Weihnachtsbaum sitzen, ist etwas schief gelaufen beim Geschenkekauf. So sichern Anwender durch Hacker bedrohte Technik-Geschenke ab.

Auch in diesem Jahr stehen Spielzeug- und Technikgeschenke ganz oben auf der Wunschliste. Dass diese Geräte Sicherheitsrisiken bergen, sobald sie sich mit dem Internet oder anderen Geräten verbinden, ist hingegen kaum bekannt. Viele der Technikprodukte – darunter Wearables wie Fitness-Tracker und Smartwatches – sind deshalb nicht nur besonders ansprechend, sondern potentiell gefährlich. Intel Security hat eine Liste mit den am stärksten bedrohten Geräten zusammengestellt, die auf der Beliebtheitsskala von Beschenkten wie Hackern ganz weit oben stehen. Eine kurze Entwarnung jedoch vorweg: Mit wenigen Tricks bleiben diese Gadgets dennoch sicher. Diese Tipps helfen weiter:

Smartphones und Tablets

Schwachstelle: WLAN, Bluetooth und Standard-Passwörter. Hacker können mit wenig Aufwand auf Datenträger zugreifen und sensible Informationen einsehen oder verändern.
Gefahr: Falsche Prioritäten. Neue Geräte werden meist direkt eingesetzt, so dass Hacker die Werkseinstellungen leicht ausspielen und Daten stehlen können.
Expertentipp: Sicherheitsvorkehrungen treffen. Auch wenn das neue Gerät zum Ausprobieren einlädt, sollten Anwender zuerst alle wichtigen Sicherheitsvorkehrungen wie ein Reset des Passworts oder die Installation einer entsprechenden Security-Software treffen.

Drohnen und kamerafähige Geräte

Drohnen sind mittlerweile allgegenwärtig und werden bald schon von Einzelhändlern (Amazon) und Logistikunternehmen (UPS, Fedex) eingesetzt.

Schwachstelle: Internetfähige Kameraverbindung. Auch hier liegt das Risiko darin, wie Daten mit dem Internet geteilt werden und Geräte interagieren.
Gefahr: Kontrollverlust. Ohne ausreichenden Schutz können diese Technologien den falschen Anwendern Zugang zu personenbezogenen Daten ermöglichen, die man nicht teilen möchte. Zudem können Hacker Drohnen in ihre Kontrolle bringen und damit weiteren Schaden anrichten.
Expertentipp: Informieren. Anwender sollten immer die Gebrauchsanweisung eines Geräts lesen oder online nach entsprechenden Sicherheitsvorgaben suchen.

Gadgets für Kinder

Schwachstelle: WLAN/Bluetooth Verbindung. Dieses Jahr wird immer mehr internetfähiges Spielzeug verschenkt, das in unterschiedlichem Maß mit dem Internet kommuniziert.
Gefahr: Bagatellisierung. Eltern erkennen das Risiko nicht, da es sich um vermeintlich harmloses Spielzeug handelt. Dieses kann jedoch ungewollte Informationen im Internet teilen.
Expertentipp: Sicherheitseinstellungen prüfen. Eltern sollten sich Zeit nehmen und detailliert damit auseinandersetzen, wie das Gerät – sei es eine Fernsteuerung oder eine Puppe – mit dem Internet kommuniziert und sich verbindet. Sie sollten alle Sicherheitseinstellungen überprüfen und Standard-Passwörter ändern.

Smartwatches und Fitness Tracker

2015 ist das Jahr der Wearables. Nie zuvor waren Smartwatches und Fitness Tracker so beliebt wie jetzt gerade, denn zahlreiche Neuerungen durch das Internet der Dinge machen sie besonders spannend. Gleichermaßen sorgen unzureichende Sicherheitsvorkehrungen in den Geräten dafür, dass sie zur attraktiven Zielscheibe von Hackern werden. Als sogenannte „Gateway“-Geräte können ihre Verbindungsoptionen missbraucht werden, um Zugriff auf die Mobilgeräte der Nutzer zu erhalten.

Schwachstelle: Bluetooth. Wearables sind oft per Bluetooth mit Laptop oder Smartphone verbunden, einige Geräte nutzen dafür voreingestellte Passwörter wie 0000 oder 1234. Zudem sind die Sicherheitsvorkehrungen in den Geräten selbst meist unzureichend.
Gefahr: Schlechte Absicherung. Hacker können diese Verbindung missbrauchen, persönliche Daten oder Identitäten stehlen, gezielte „Spear-Phishing-Angriffe“ starten und Schadsoftware (Malware) installieren.
Expertentipp: Daten verwalten. Anwender sollten stets darauf achten, welche persönlichen Daten und Berechtigungen an Apps weitergegeben werden, die wiederum mit den Wearables verbunden sind und Passwörter sofort ändern.

Generell sollten Anwender bei jeder technologischen Neuanschaffung folgende Tipps befolgen, damit einer sicheren Weihnacht nichts mehr im Weg steht:

Standard-Passwörter ändern: Dies ist die beste Möglichkeit, um internetfähige Geräte abzusichern. Wichtig dabei: Das Passwort sollte mindestens aus acht Zeichen bestehen, darunter Nummern und Symbole sowie Klein- und Großbuchstaben beinhalten.

Software aktualisieren: Smart Devices benötigen fast immer routinemäßige Software-Updates. Oft sind damit Sicherheitsaktualisierungen verbunden, die das Gerät vor potenziellen Angriffen schützen. Nutzer sollten ihr Gerät deshalb immer auf den neuesten Stand bringen, sobald Updates verfügbar sind.

Wichtige Geräte schützen: Bekommt ein Hacker einen Fitness-Tracker oder die Smartwatch unter Kontrolle, sollten Anwender verhindern, dass er damit Zugriff auf Smartphone, Tablet oder Laptop erhält. Sicherheitslösungen wie McAfee LiveSafe helfen dabei, das digitale Leben vor Schadsoftware und Angreifern zu schützen.




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