Longreads für das Wochenende

Travis Kalanick verliert Uber und wird verklagt

Außerdem geht es um Industrieproduktion, Bangalore, Brain Drains und 400 Stunden Lesestoff.

Justitia mit Waage: Travis Kalanick wird verklagt

Steht Travis Kalanick bald vor Gericht?

Travis Kalanick mal wieder. Er ist nicht nur seinen Posten als Uber-CEO los, er wird auch von seinem eigenen VC verklagt. Wer die ganze Story lesen will, findet bei Recode einen kuratierten Artikel, der sämtliche Windungen und Wendungen nachzeichnet. Das überraschende daran ist, dass Kapitalgeber Benchmark überhaupt den CEO eines Unternehmens verklagt, in das es investiert ist. Ben Thompson analysiert, warum das so ist und warum es sonst sehr selten vorkommt. Einer der Gründe für die Klage ist sicher, dass Unternehmenskultur und Geschäftsmodell ein wenig problematisch sind und die Investition von Benchmark gefährden. Übrigens: Kalanick sitzt natürlich nicht frustriert herum und lässt sich einfach so verklagen, er beginnt mit dem Gegenangriff.

Vereinfacht ausgedrückt geht es bei der Uber-Klage um richtig, richtig viel Geld. Womit wir bei Bitcoin sind, der Kryptowährung, die schon so manchen Millionär gemacht hat. Wer schon immer mal wissen wollte, wo die kleinen Bitcoins herkommen, sollte sich diesen opulent bebilderten Artikel auf Quartz anschauen - er zeigt eine Bitcoin-Mine.

Die Longreads-Kolumne ist selbsterklärter Verbreiter von Spuren der Ironie in ihren Link-Empfehlungen. Doch die Wirklichkeit kann Ironie besser, sogar sehr viel besser.

Apropos Angry White Men: Es führt leider kein Weg zurück in die brave alte Welt der Industrieproduktion. Stattdessen sind Unternehmen aus der Digitalwirtschaft die Zukunft. Dies gilt vor allem für jetzige und ehemalige Schwellenländer, etwa Indien mit seinen gut 1,3 Milliarden Einwohnern. Etwa zehn Prozent des indischen Bruttosozialprodukts wird allein von der Hightech-Industrie in Bangalore erwirtschaftet - mit Folgen für die Stadt. Die indische Digitalwirtschaft boomt trotz des Brain-Drains in das Silicon Valley.

Da noch Ferien sind: Wer die nächsten vier Wochen täglich 14 Stunden Zeit zum Lesen hat, kann sich ja mal mit den 100 wichtigsten Medium-Artikeln zu Künstlicher Intelligenz beschäftigen.

Bildquelle: Thinkstock

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