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Trello: Die Mutter aller Webapps

Trello zeigt, was bereits heute mit einer präzise für verschiedene Plattformen entwickelten Webapp alles möglich ist

Trello im Einsatz

Der Streit zwischen den Verfechtern von Webapps und nativen Apps ist sowohl bei Entwicklern als auch bei Anwendern unentschieden. Das Schlachtenglück wogt hin und her. Gerade liegt das Netz vorne, den die Webapp Trello hat das Zeug zur Referenz-Webapp.

Die Multiplattform-Anwendung ist ein kostenloses, äußerst flexibel zu nutzendes Werkzeug zum teambasierten Projektmanagement. Ähnlich wie bei Asana oder der Beta von Wunderkit können Projekte (Boards), Aufgabenbereiche (Lists) und Aufgaben (Cards) erzeugt werden.

Ein Anwender kann andere Trello-Mitglieder zu einem Board einladen und dann Aufgaben verteilen. Die Benutzeroberfläche orientiert sich an einem "Schwarzen Brett": Lists und Cards sind wie Klebezettel mit den einzelnen Aufgaben und Projektschritten.

Jede Karte kann Farbmarkierungen, Termine, Notizen, Kommentare, Bearbeiter, Checklisten für Arbeitsschritte, "Votes" ("Gefällt mir"), Links, Bilder und Dateien enthalten. Ein Board ist weitgehend per Drag & Drop bedienbar: Die Karten lassen sich einfach umsortieren und zwischen den Listen verschieben.

Die gesamte Benutzeroberfläche ist sachlich, aber elegant gestaltet, so dass auch dem Auge etwas geboten wird. Optionen für eine persönliche Oberflächengestaltung oder Farbauswahl gibt es (noch?) nicht. Dank einer recht aktiven Community wird Trello aber anhand von Benutzerwünschen ausgebaut.

Das absolute Highlight der Webapp ist die penibel für unterschiedliche Geräteklassen und Browser optimierte Oberfläche. So nutzt die App den geringen Platz auf dem Smartphone hervorragend aus und reagiert sogar auf das Querformat: Die Navigationsleiste für die Listen eines Boards ist nicht mehr über, sondern neben den Listen angeordnet.

Trello zeigt, was bereits heute mit einer präzise für verschiedene Plattformen entwickelten Webapp alles möglich ist. Die Bedienung ist (zumindest bei kleineren Projekten) sehr flüssig, ruckelfrei und ohne merkliche Verzögerungen bei der Reaktion auf Befehle. Doch natürlich spielt neben der Programmierung auch die Bandbreite der Verbindung eine Rolle. Wer mit dem Tröpfelmodus GPRS arbeitet, ist bei Webapps leider immer noch im Hintertreffen.

Bildquelle: Screenshot / Trello.com

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