Bürokultur 2016

Trotz Facebook, WhatsApp, Slack: Telefon bleibt der Champion

Eine neue Umfrage belegt: Das Telefon dominiert die Kommunikation in Unternehmen – vor E-Mails und privaten Messengern.

Das Telefon bleibt allen digitalen Trends zum Trotz das wichtigste Kommunikationsmittel im Job. Eine neue Untersuchung zeigt:

  • ... dass innerhalb eines Unternehmens 81 Prozent der berufstätigen Befragten regelmäßig zum Telefonhörer greifen
  • ... E-Mails verschicken 77 Prozent (Mehrfachnennungen möglich)
  • Privat häufig genutzte Kommunikationskanäle wie WhatsApp oder Facebook sind im Job deutlich seltener im Gebrauch; sie werden aber immerhin schon von rund jedem Fünften (21 Prozent) auch beruflich eingesetzt.

Doch natürlich ist der Trend zur Digitalisierung da, smarte Helfer sind auf dem Vormarsch: Spezielle Businesstools sollen durch die Bündelung von Kommunikationsarten die Zusammenarbeit und den Wissensaustausch fördern. Unter allen Befragten nutzen Angebote wie Skype for Business und Slack immerhin schon 16 Prozent zur Kommunikation innerhalb des Unternehmens, bei den 30- bis 39-jährigen sind es sogar 21 Prozent. Deren Nutzung lässt sich als Gradmesser für eine zunehmende Digitalisierung der Kommunikation und des Wissensaustauschs in deutschen Unternehmen verstehen, so die Studie.

Auch junge Berufstätige nutzen eher Telefon

Dabei sind nicht zwingend die jungen Berufstätigen die Antreiber der Digitalisierung der Kommunikation:

  • Mit 17 Prozent nutzen die 18- bis 29-jährigen nur etwas mehr als der Durchschnitt die Businesstools.
  • Beliebter für die unternehmensinterne Kommunikation sind WhatsApp und Co., die die 18- bis 29-jährigen mit 29 Prozent deutlich öfter als ihre älteren Kollegen verwenden (16 Prozent bei den 40- bis 49-jährigen).
  • Doch das persönliche Gespräch ist auch in der jungen Altersgruppe das Maß der Dinge: So nutzen 81 Prozent das Telefon, wohl auch, weil sich so dringende Rückfragen schnell klären lassen.
  • Die E-Mail, deren Dringlichkeit dem Telefonat meist nachgelagert ist,  nutzen 75 Prozent.<> 

Es scheint also oft vielmehr von der Unternehmenskultur als vom Alter der Beschäftigten abzuhängen, wie digital die Kommunikation abläuft.

Weitere Ergebnisse

Auch wenn es um die Kommunikation mit Kunden oder Dienstleistern geht, ist das Telefon besonders gefragt: Mit 78 Prozent liegt es knapp vor der E-Mail (71 Prozent). Daneben kommen aller Innovationen zum Trotz andere Kommunikationstools kaum zum Einsatz. Privat genutzte Plattformen nutzt hier nur jeder Zehnte, Businesstools sogar noch weniger (8 Prozent).

Dabei scheint zumindest die Zusammenarbeit der befragten Berufstätigen mit der eigenen Technik- bzw. IT-Abteilung gut zu funktionieren: Immerhin 17 Prozent beschreiben diese als sehr gut, mehr als jeder Zweite (51 Prozent) nennt die Zusammenarbeit gut. Zum Urteil schlecht oder sehr schlecht kommen insgesamt nur 12 Prozent.

Beim Trend zum besseren Wissensaustausch geht es nach Meinung von Experten oftmals um die Überwindung überholter Organisationsstrukturen. Denn schon lange sind nicht mehr nur Selbstständige auf Zusammenarbeit und den gegenseitigen Austausch von Know-how angewiesen, tatsächlich kann jedes Unternehmen vom Wissenstransfer seiner Mitarbeiter profitieren – und dafür können mit dem Einsatz probater Kommunikationstools die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden.


Zur Umfrage: Statista befragte im Auftrag von nextMedia.Hamburg in einer repräsentativen Online-Befragung im Zeitraum vom 29. März bis 4. April 2016 insgesamt 1000 Internetnutzer zwischen 18 bis 60 Jahren in Deutschland, bei einigen Fragen sind nur die Antworten der 739 Berufstätigen in die Ergebnisse eingeflossen. Die Ergebnisse der Befragung sind heute in Unified, dem Digitalmagazin von nextMedia.Hamburg, zum Thema Knowledge Collaboration erschienen.

Bildquelle: nextMedia.Hamburg

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