Die Homeoffice-Pflicht endete am 20. März - viele Mitarbeiter fragen sich nun, wie es jetzt weitergeht.
Denn die Corona-Fallzahlen steigen weiterhin unaufhaltsam. Da darf man sich durchaus fragen, warum gerade jetzt seitens der Regierung zahlreiche Einschränkungen im Rahmen der neuen Corona-Schutzverordnung aufgehoben werden. Natürlich muss es irgendwann einmal „normal“ weitergehen und glücklicherweise haben viele Infizierte nur (noch) leichte bzw. mildere Symptome, aber in Quarantäne müssen sie trotzdem. Der dadurch in vielen Branchen steigende Personalmangel nützt keinem etwas. Warum also wieder im Büro arbeiten, wenn man doch in den eigenen vier Wänden viel sicherer vor einer Ansteckung ist?
Außerdem haben die vergangenen zwei Jahre gezeigt, dass auch im Homeoffice – die entsprechenden Arbeitsmittel vorausgesetzt – äußerst effizient gearbeitet werden kann und vielen die gewonnene Flexibilität gut tut, da sie z.B. Familie und Beruf besser unter einen Hut bekommen. Die aktuell hohen Spritkosten – wiederum bedingt durch den Russland-Ukraine-Konflikt – motivieren auch nicht unbedingt, jeden Tag mit dem Auto zur Arbeitsstätte zu fahren. Und eng beisammen in der Bahn, in der mittlerweile keine 3G-Regel mehr gilt, möchte man auch nicht sitzen.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 01-02/2022. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Die Arbeitgeber sollten also gut darüber nachdenken, ob es trotz aufgehobener Pflicht wirklich sinnvoll und nötig ist, sogleich alle Arbeitnehmer wieder zurück ins Büro zu holen – wobei ihre Fürsorgepflichten natürlich nicht aufgehoben wurden, d.h. Arbeitgeber müssen weiterhin für Infektionsschutz am Arbeitsplatz sorgen. Oder sie lassen ihren Mitarbeitern die Freiheit, selbst zu entscheiden, wo sie derzeit arbeiten möchten. In Zukunft kann man natürlich auch über ein hybrides Arbeitsmodell mit vertraglich festgezurrten Rahmenbedingungen diskutieren, mit dem beide Seiten zufrieden sind. In der Rubrik „New Work“ ab Seite 34 erfahren Sie, wie solche Modelle zu einer gesunden Work-Life-Balance beitragen können.
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