„Zwischen der Erkenntnis und der tatsächlichen Erbringung eines exzellenten Service liegen oftmals Welten“, meint Thomas Knorr von IFS.
Schlagworte wie „Servitization“ oder „Outcome based Services“ sind in aller Munde. Immer mehr Unternehmen erkennen die Relevanz und das Umsatzpotenzial, die durch Serviceleistungen nach Verkauf der Maschine oder der Anlage generiert werden können. Doch zwischen der Erkenntnis und der tatsächlichen Erbringung eines exzellenten Service liegen oftmals Welten.
Neben besonderen Anforderungen an Vertragswesen, Asset- und Servicemanagement-Funktionalitäten im Bereich der Planung ist es ebenso wichtig, die Ausführung vor Ort bestmöglich zu unterstützen. Hierbei gab es in der Vergangenheit aufgrund der zunehmenden Komplexität von Maschinen und Anlagen vermehrt Probleme bei der Diagnose und Lösungsfindung, weshalb Techniker unverrichteter Dinge abziehen mussten. Einen sehr innovativen Ansatz, die Erstlösungsrate zu erhöhen, bieten sogenannte Merged-Reality-Lösungen, bei denen der Servicetechniker vor Ort in Echtzeit unterstützt wird – entweder von Kollegen im Backoffice oder ad hoc von weitaus erfahreneren Kollegen, die sich in einem anderen Einsatzgebiet befinden.
Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 5-6/2021. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.
Diese Technologie erlaubt es dem Techniker vor Ort, mit der Kamerafunktion seines mobilen Geräts aus dem Serviceticket heraus die Situation dem assistierenden Kollegen visuell zugänglich zu machen. Durch eine Überlagerung von Realitäten kann der Kollege, der remote zugeschaltet ist, mit seinem Finger oder einem virtuellen Stift auf exakt die Stelle der Anlage oder Maschine deuten, an welcher die Reparatur durchzuführen ist. Durch die Integration mit dem Enterprise-Resource-Planning-System (ERP) können relevante Dokumentationen oder Details der Geräteakte sofort virtuell ausgetauscht und aktualisiert werden.
Diese Innovation führt nachweislich zu einer signifikant schnelleren Diagnose, Validierung und Lösung und damit ebenfalls zu einer gesteigerten Kundenzufriedenheit.
Bildquelle: IFS