Low-Tech-Ladesäule

Vereinfachte Versorgungslösung

Mit der Countdown-Ladesäule präsentiert Ladefoxx ein Ladesystem auf Low-Tech-Basis, mit dem Einzelhändler und andere Inhaber von Einrichtungen mit Kundenverkehr ihr Geschäftsmodell kostengünstig erweitern können.

Vereinfachte Versorgungslösung

Die Ladesäule von Lowfoxx ist ein Ladesystem auf Low-Tech-Basis, mit dem z.B. Einzelhändler ihr Geschäftsmodell erweitern können. ((Bildquelle: Thinkstock/iStock))

Das Laden von Elektrofahrzeugen ist häufig noch mit Problemen behaftet und umständlicher als das Tanken bei Verbrenner-Fahrzeugen. Zu wenige, belegte oder defekte Ladepunkte können zu Frust führen und machen Elektromobilität komplizierter, als sie eigentlich sein muss. Darüber hinaus kann auch die Reichweite immer wieder zu einem Problem werden. Fahrer von Elektroautos planen ihre Strecken immer noch streng nach der Verfügbarkeit von Ladesäulen. Um möglichst sorgenfrei von A nach B zu kommen, müssen sie sich im Vorfeld gleich bei mehreren regionalen Anbietern registrieren. Dabei ist nicht nur das häufige Anmelden lästig, sondern auch das permanente Mitführen sogenannter Händlerkarten.

Mit der Countdown-Säule will der Hersteller Ladefoxx diese Probleme nun in Angriff nehmen. Das Gerät soll nicht nur die Endkunden entlasten, sondern auch das Betreiben einer entsprechenden Station vereinfachen. Die Rede ist dementsprechend von einer „kosteneffizienten Low-Tech-Ladesäule für den halböffentlichen Raum”, die Inhabern von Einrichtungen mit Kundenverkehr ein lukratives Zusatzgeschäft ermögliche. Ziel sei es zudem, für den Verbraucher eine höhere Verfügbarkeit zu schaffen und Reichweitenängste zu minimieren. ,,Dadurch, dass wir die E-Säulen für kommerzielle Betreiber erschwinglich machen und sie diese relativ leicht an ihre Kundenparkplätze anbringen können, schaffen wir deutschlandweit ein dichteres Verfügbarkeitsnetz”, so Dr. Peter Westerbarkey, Geschäftsführer bei dem Mutterunternehmen Westaflexwerk GmbH.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 1-2/2019. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Zusätzlicher Service

   
Wo etwas verbraucht wird, muss auch genau gemessen und abgerechnet werden – in Deutschland greift hierfür das Eichrecht. An vielen Ladesäulen zahlt der Nutzer den Strom nicht direkt, sondern es wird über den Betreiber am Monatsende abgerechnet. Allerdings sei derzeit kaum eine Ladesäule in der Lage, anzuzeigen, wer, wann, wo, wie viele Kilowattstunden geladen habe. Ladefoxx biete eine betreiber-unabhängige Abrechnung an, mit der Säuleninhaber selbst bestimmen können, wie das Geschäft betrieben werde. So es etwa denkbar, dass ein Einzelhändler die Ladezeit einer bereit gestellten Säule per Zeitschalter an die Dauer eines durchschnittlichen Einkaufs anpasst und diese als zusätzlichen Service anbietet. Alternativ könne aber zum Beispiel auch gegen eine entsprechende Gebühr der Schlüssel für eine Station ausgehändigt werden.
       
Die Komplettladezeit für einen E-Smart dauert laut Westerbarkey in der Regel 40 Minuten, die Kosten würden sich dabei auf etwa zwei Sanifair-Bons – also ungefähr einen Euro – belaufen. Dabei erhalte der Nutzer während der Ladezeit über eine Bluetooth-Verbindung (iBeacons) regionale Verbraucherhinweise auf sein Handy. Das könnten Säulenbetreiber wiederum mit ihrem eigenen Angebot verknüpfen.
   
Nebenbei löse das smarte Countdown-Säulenkonzept auch ein weiteres Problem der E-Mobilität: Fahrzeuge parken in der Regel länger als sie laden. ,,Durch die intelligente Countdown-Schaltung ist die Ladezeit nun frei definierbar, das können 30 Minuten oder zwei Stunden sein“, erklärt Westerbarkey. Nach dieser Zeit werde das Fahrzeug automatisch entkoppelt, der Ladeanschluss werde frei für andere Nutzer. Auf der Säule erfahre man dies in Form eines Stecker-Symbols. In Kooperation mit dem Elektrotechnikhersteller Phoenix Contact soll es zukünftig ermöglicht werden, auch Standzeiten an den Säulen reservieren zu können.

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