Rabattschlacht im Handel

Verknüpfung digitaler und stationärer Fußgängerzonen

Mit Black Friday, Cyber Week und dem Weihnachtsgeschäft ist Mitte November die jährliche goldene Schnäppchenzeit gestartet. In den stationären und digitalen „Fußgängerzonen“ Deutschlands sieht man dann vor allem eines: satte Rabatte. Wie können sich Händler hier im Kampf um die Gunst der Käufer behaupten?

Verknüpfung digitaler und stationärer Fußgängerzonen

Mit dem Start in die Vorweihnachtszeit steigt wieder das Interesse am Shopping – nicht nur in der Fußgängerzone, sondern vor allem auch online.

Auch wenn in diesem Weihnachtsgeschäft mit einer starken Kanalverschiebung hin zum Online-Handel zu rechnen ist, werden 2020 wieder viele Kunden ihre Weihnachtsgeschenke stationär kaufen wollen. Um die eignen Filialen in der Krisenzeit zu stützen, sollten Händler ihren stationären Geschäften daher mehr Sichtbarkeit im eigenen Onlineshop verschaffen. Geotargeting ist hier das Zauberwort, denn mit lokal ausgespielten, speziellen Aktionen und Rabatten können Händler gezielt auf ihre stationären Geschäfte aufmerksam machen und vielleicht doch den einen oder anderen Kunden von der Couch locken. Mithilfe von personalisierten und lokal ausgespielten Elementen sehen nur Shop-Besucher im Umfeld der Filiale die Aktionen, ortsfremde User dagegen sehen diese nicht.

Um sich im Rummel der Rabattschlachten von der Konkurrenz abzuheben und den Kunden ein positives Einkaufserlebnis zu verschaffen, helfen auch spielerische Elemente. Sehr beliebt sind z.B. digitale Rubbellose oder Glücksräder. Diese haben zudem den Vorteil, dass der Shop-Betreiber die Rabatte ganz gezielt steuern kann. Auch digitale Schnitzeljagden, bei denen im Shop versteckte Elemente gegen eine Belohnung wie einen Rabatt oder freie Versandkosten gefunden werden müssen, kommen bei Usern sehr gut an. Bei solchen Aktionen können Händler natürlich auch die stationären Filialen einbinden, indem Gutscheine auch im nächstgelegenen Laden eingelöst werden können.

Klare Kommunikation in stressigen Zeiten

Egal, ob der User über die Startseite oder über andere Seiten in den Shop einsteigt – von überall aus sollten die Aktionen und Rabatte sichtbar sein. Aktionen und Teaser können zudem personalisiert und passend zum User-Interesse eingebunden werden. Zeigt der Kunde z.B. anhand seines Klickverhaltens Interesse an Sportschuhen, so können ihm prominent Rabattaktionen dazu angezeigt werden. Allerdings ist hier wichtig, dass – egal, ob es sich um eine stationäre oder um eine Online-Aktion handelt – Gültigkeiten von Rabatten klar kommuniziert werden.

Dies ist ein Artikel aus unserer Print-Ausgabe 11-12/2020. Bestellen Sie ein kostenfreies Probe-Abo.

Das gilt auch für die Verfügbarkeit von Produkten. Denn diese sind in heiß umkämpften Phasen schnell ausverkauft. Bei Rabatt- aktionen kann z.B. mit Countdowns gearbeitet werden, bei Produkten mit Elementen, die zeigen, wie viele Nutzer in letzter Zeit das Produkt gekauft haben. Auch der Lagerbestand kann, wenn die technischen Voraussetzungen gegeben sind, angezeigt werden. Im Weihnachtsgeschäft gilt dies auch für Versand- und Lieferfristen. Und wenn eine Lieferung nicht mehr pünktlich möglich ist, können ein Gutschein zum Selbstausdrucken oder die Aktion im stationären Geschäft willkommene Alternativen bei der Geschenkesuche bieten.

Kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken

Rabattschlachten sind sowohl für die Händler als auch für die Käufer eine Herausforderung. Händler müssen maximale Aufmerksamkeit erzielen, damit das Umsatzplus die geringere Marge wettmacht, Kunden müssen sich in den mit Rabatttafeln zugestellten digitalen und stationären „Fußgängerzonen“ erstmal zurechtfinden. Trbo hat etwa die Erfahrung gemacht, dass Händler mit personalisierten und daher relevanten Aktionen, klarer Kommunikation und einer Prise Spaß die besten Karten haben, sich in der hektischen Vorweihnachtszeit gegenüber der Konkurrenz zu behaupten. 

Bildquelle: Getty Images/iStock

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